Dr. med. Holger Stiller hält die Theodor-Fliedner-Medaille in die Kamera, um sie den Teilnehmenden der digitalen ANP-Tagung zu zeigen. Neben ihm freut sich Sebastian Dorgerloh, Pflegedirektor am Florence-Nightingale-Krankenhaus, mit den Preisträgern (Foto: Kaiserswerther Diakonie)

Düsseldorf. Die Kaiserswerther Diakonie hat zum zweiten Mal die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte „Theodor-Fliedner-Medaille für innovative Pflegepraxis“ verliehen. Die Ehrung fand im Rahmen einer Fachtagung zum Internationalen Tag der Pflegenden statt. Das Florence-Nightingale-Krankenhauses hat die Veranstaltung in diesem Jahr digital durchgeführt – mit 190 Teilnehmer:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Bei der Kaiserswerther Diakonie legen wir viel Wert auf professionelle Pflege und beschäftigen uns seit unserer Gründung im Jahr 1838 intensiv damit. 2019 haben wir überlegt, wie wir Projekte zur Weiterentwicklung und Modernisierung der Pflege finden und fördern können. Daher haben wir die ‚Theodor-Fliedner-Medaille für innovative Pflegepraxis‘ ins Leben gerufen und erstmals ausgeschrieben. Pandemiebedingt konnten wir die Medaillen letztes Jahr nur per Post verschicken. Wir freuen uns, dass wir den Preisträgern 2022 heute zumindest virtuell gratulieren und die Hand schütteln können“, erläutert Dr. med. Holger Stiller, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Krankenhausdirektor am Florence-Nightingale-Krankenhaus.

Auf die zweite Ausschreibung der Medaille im vergangenen Jahr waren 15 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingegangen, die die Jury gesichtet und bewertet hat. Heute haben die drei Preisträger ihre Projekte im Rahmen der digitalen 5. ANP-Fachtagung vorgestellt und ihre Auszeichnung erhalten.

Mit dem 1. Preis wurde Simon Stiehl für sein Projekt geehrt, das im Raum Osnabrück einen neuartigen präventiven Ansatz und Blick auf psychische Krankheiten und seelische Erschütterungen aufzeigt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Britta Blotenberg ist für ihre komplexe Interventionsstudie zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit durch präventive Hausbesuche mit einem zweiten Preis ausgezeichnet worden, der mit 2.500 Euro dotiert ist.

Ebenfalls mit einem zweiten Preis geehrt wurde Birgit Heinze. In ihrem Projekt hat sie die entstandenen Bedarfe der Patientinnen untersucht, die am Universitätsklinikum Regensburg mit der ECMO-Therapie behandelt werden. Um die Pflegefachkräfte der Stationen zu unterstützen und zu schulen, hat die Pflegeexpertin APN einen speziellen Kurs sowie einen Leitfaden entwickelt. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Mehr zu den ausgezeichneten Projekten einschließlich Posterpräsentationen ist auf www.theodor-fliedner-medaille.de zu finden.

Beitrag drucken
Anzeigen