(Foto: Zoo Duisburg / G. Sickmann)

Duisburg. Die australische Themenanlage ist Heimat von Kängurus und verschiedenen Vogelarten. Realisiert wurde die Baumaßnahme maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V..

Mit der Outback-Voliere erweitert der Zoo seinen australischen Schwerpunkt. Die nun eröffnete Tieranlage ist teilweise begehbar und ermöglicht den Zoobesuchern Tierbegegnungen auf Augenhöhe.

Beim Betreten der neuen Themenanlage tauchen die Besucher in eine andere Welt ein. Das Landschaftsbild ist geprägt durch rötliche Felsen und überwiegend niedrig wachsende Pflanzen. „Die Outback-Voliere besticht durch eine liebevolle Gestaltung und einen vielfältigen Tierbestand. Sie nimmt die Gäste unseres Zoos mit auf eine Reise in das australische Buschland und ermöglicht Tierbegegnungen auf Augenhöhe“, schwärmt Zoodirektorin Astrid Stewin. In der Anlage sind die Besucher nur durch Felsblöcke und einen schmalen Bachlauf von den Tieren getrennt, eine integrierte, 40m² große Terrasse lädt zum Verweilen und Staunen ein. In der Ferne hüpfen derzeit zwei Flinkwallabys umher. Mehrere Tage wurden diese bis zu 85 cm große und als selbstbewusst geltende Känguruart schrittweise in ihre neue Heimat eingewöhnt. Ursprünglich leben Flinkwallabys im Norden und Osten Australiens, wo sie in kleineren Gruppen durch die Landschaft streifen. Auch in Duisburg soll die Gruppe nach Möglichkeit wachsen – insbesondere, da es europaweit derzeit nur drei weitere Einrichtungen gibt, die diese beigefarbene Känguruart zeigen.

Während die Kängurus durch das Unterholz springen, schwirren verschiedene australische Vogelarten durch die Lüfte. Nachgebildete Telegrafenmaste, ein Windrad sowie ein Wasserfass auf Stelzen bieten den Tieren erhöhte Rastplätze und sorgen für authentisches Flair. „Es ist uns wichtig, charakteristische Elemente des Outbacks einzusetzen und diese auch für die Tiere nutzbar zu machen“, erklärt Oliver Mojecki, zoologischer Leiter in Duisburg. Insbesondere für die vier Taubenarten sind die erhöhten Plätze Rückzugszonen. Direkt vor den Augen der Besucher schlängelt sich der leise plätschernden Bach vorbei. Hier lassen sich Mähnenenten und Gelbfuß-Pfeifgänse beobachten. In unmittelbarer Nähe suchen die schwarz-weißen Stachelibisse an einer Wasserstelle nach Nahrung. Mit der Gemeinschaftshaltung verschiedener Tierarten verfolgt der Zoo ein wichtiges Ziel, wie Biologe Oliver Mojecki erklärt: „Durch das Beobachten von verschiedenen Tierarten aus einem Lebensraum schaffen wir ein Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge“.

Die nun eröffnete Outback-Voliere wurde maßgeblich durch das Engagement des Vereins der Freunde des Duisburger Tierparks e.V. realisiert, der einen großzügigen Betrag im sechsstelligen Rahmen bereitstellte. Stellvertretend für seine fast 10.400 aktiven Mitglieder eröffnete Frank Schlawe, 1. Vorsitzender des Vereins, das neue Areal. „Die Outback-Voliere ist ein Ort der Begegnung zwischen Tier und Mensch, ein Mehrwert für den Zoo, seine Besucher und somit auch für die Mitglieder des Fördervereins“, betont Schlawe, für dessen nachhaltiges Engagement sich Zoochefin Astrid Stewin ausdrücklich bedankt.

Die neue Themen-Voliere ist an ihrer höchsten Stelle über acht Meter hoch und hat eine Gesamtgröße von fast 800m². Über eine Besucherschleuse gelangen die Gäste des Zoos auf die Terrasse. Von hier aus ergibt sich der Blick auf das über 600m² große Außenareal. Im Inneren des angrenzenden, mit Holz verkleideten Gebäudes befinden sich mehrere Innenstallungen sowie eine eigene Küche zur Zubereitung des Tierfutters. Sechs Rundbögen spannen das, für das menschliche Auge nahezu unsichtbare Netz auf. Bedingt durch seine Höhe ist die Outback-Voliere auch von der angrenzenden Autobahn A3 zu sehen.

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