(Foto: Kreuzbund Essen)

Essen. Alkohol – weniger ist besser

Als Teil einer Fahrrad-Sternfahrt haben sich am Freitagmorgen, 20. Mai, 14 Aktive des Suchtselbsthilfeverbandes Kreuzbund auf den 75 Kilometer langen Weg von Essen durch das Ruhrgebiet nach Hamm gemacht, um am dritten bundesweiten Kreuzbund-Kongress teilzunehmen. Dort feiert man unter dem Titel „Freiheit beginnt, wo Sucht endet“ das 125-jährige Bestehen der katholischen Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Alkohol- und Medikamentenabhängige und ihre Angehörigen.

Für seine Jubiläumsfeier hat der Kreuzbund die „Aktionswoche Alkohol“ gewählt. Im Aktionszeitraum vom 14. bis 22. Mai 2022 informieren Fachleute und Freiwillige aus der Suchthilfe, Suchtprävention und Sucht-Selbsthilfe mit Veranstaltungen in ganz Deutschland über die Risiken des Alkoholkonsums. Online unter www.aktionswoche-alkohol.de finden sich viele Informationen zum Alkohol und seinen Folgen.

Hilfesuchende finden beim Kreuzbund bundesweit rund 1.400 Selbsthilfegruppen mit rund 22.000 Mitgliedern, die sich wöchentlich treffen und gegenseitig darin bestärken, Suchtmittelkonsum zu reduzieren oder einzustellen und sich in ein suchtfreies Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft wiedereinzugliedern. Im Ruhrbistum verzeichnet der dem Caritasverband für das Bistum Essen angeschlossene Fachverband fast 900 Mitglieder in 95 Selbsthilfegruppen in Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Mülheim, Oberhausen und im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Austausch und Hilfe bietet der Kreuzbund über die Gruppenarbeit hinaus auch in überregionalen Chats zu regelmäßigen wöchentlichen Terminen. Die Chats werden moderiert, sie sind datengeschützt, anonym und gut geeignet, einen ersten Zugang zum Weg aus der Sucht zu finden, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder sich über Möglichkeiten der professionellen Hilfe zu informieren.

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