Beim Liedernachmittag „Alles neu macht der Mai“ konnten die Senior:innen zur Musik von Alleinunterhalterin Monika Blümel tanzen (Foto: privat)

Moers. Zwei Jahre lang konnten die Bewohner:innen im Seniorenstift Bethanien aufgrund der Pandemie nicht an Veranstaltungen teilnehmen. Das soll diesen Sommer anders werden.

 Die traditionelle Kevelear-Wallfahrt, Schlagernachmittage mit Walzerklängen bei Kaffee und Sachertorte, Ausflüge zum Wochenmarkt, geselliges Grillen auf der Terrasse: Der Soziale Dienst im Seniorenstift Bethanien konnte den Bewohner:innen stets ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm bieten – jedenfalls noch vor Corona. Denn in den vergangenen beiden Jahren mussten die Senior:innen aufgrund der Pandemie auf viele Veranstaltungen verzichten, die sie nicht nur für gewöhnlich in freudiger Stimmung zusammenbringen, sondern ihnen auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. „Es hat etwas gefehlt“, sagt Marianne Schlief. Die 88-jährige Moerserin lebt selbst seit sechs Jahren im Seniorenstift. Bereits mit ihrem Ehemann der früher im Seniorenstift lebte ist sie früher gerne zum Dämmer-Shoppen, also zum geselligen Treffen am Abend, gegangen. Ihr haben die regelmäßigen Besuche des Repelener Wochenmarkts gefallen und die Ausflüge etwa nach Xanten, Kempen oder in die Moerser City. Gerne erinnert sie sich auch an die Ausflüge zum Restaurant Rheinfähre. Auf das alles und mehr musste sie wie auch die anderen Bewohner:innen lange Zeit verzichten – bis zum Mai dieses Jahres.

Der Soziale Dienst im Seniorenstift hat angesichts der sich entspannenden Pandemiesituation wieder ein Jahresprogramm für die Bewohner:innen auf die Beine gestellt. Es beinhaltet regelmäßige Veranstaltungen, wie Wochenmarkt-Ausflüge, Geburtstags- und Tanzcafés sowie gemütliche Grill- und Terrassenabende. Aber auch einzelne Highlights, wie den kürzlich gefeierten Liedernachmittag „Alles neu macht der Mai“ und den musikalischen Seemannsnachmittag mit dem Chanty-Chor im Juni sind geplant. Zum Abschluss des Sommerprogramms lädt der Soziale Dienst um dessen Leiter Oliver Hering und Stellvertreterin Margot Kläckes zum Sommer-Grillfest mit Livemusik ein. Der Start in die Sommersaison ist spätestens mit dem neuen Angebot der Geburtstagskaffeerunden, der Terrassenabende und dem Mai-Fest geglückt: „Wir saßen draußen, haben gelacht und gesungen. Es war herrlich“, schwärmte Marianne Schlief. Sie kenne diese gelebte Gemeinschaft noch gut aus ihrer früheren Meerbecker Nachbarschaft. In der alten Bergarbeitersiedlung habe man immer miteinander gefeiert, erzählt sie.

Neben den Veranstaltungen kommen auch wieder Kreativangebote für Senior:innen zurück, die sich handwerklich ausleben wollen. Im zuvor für Covid-Testungen genutzten Veranstaltungsraum können interessierte Bewohner:innen ab sofort wieder Dekoration und andere Sachen gestalten. Außerdem findet dort auch wieder der regelmäßige Gottesdienst statt. „Ich bin froh, dass man jetzt wieder zusammenkommt und am Leben teilnehmen kann“, sagt Schlief. Dazu gehört auch das Bingo-Spiel am Donnerstagnachmittag und Kegeln am Freitag. Für die Ausflüge zum Wochenmarkt steht wieder der Bewohnerfahrdienst bereit, der bis zu sechs Senior:innen inklusive haupt- und ehrenamtliche Betreuer:innen befördert. „Es ist schön, dass wir auch wieder rauskommen, um etwas zu sehen und zu erleben“, sagt Schlief. Um gleichzeitig für die Sicherheit von Mitarbeitenden und Bewohneri:nnen zu sorgen, wird den Bewohner:innen das Tragen von Masken und das freiwillige Testen empfohlen und angeboten.

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