Die Sicht wurde durch den künstlich erzeugten Nebel deutlich erschwert (Foto: Feuerwehr)

Bocholt. Aufgrund der Schadensmeldung und eines fingierten Paralleleinsatzes der hauptamtlichen Einsatzkräfte wurde die Freiwillige Feuerwehr unmittelbar nachalarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Tunnel bereits zur Hälfte verraucht. Aus dem Tunnel quoll dichter Rauch in Richtung Schwanenstraße.

Einsatzleiter Marco Heisterkamp gab daraufhin die Anweisung an die nachrückenden Fahrzeuge, dass sie von der Dinxperloer Straße aus anfahren. Die ersten Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz in den Tunnel vor, um die Menschenrettung einzuleiten. Weitere Kräfte folgten mit hydraulischem Rettungsgerät, um die eingeklemmte Person aus einem der beiden Fahrzeuge zu befreien. Die Gruppe eines Löschfahrzeuges baute zudem eine Löschwasserversorgung über ca. 250 m auf.

Besonders erschwerlich war der sich drehende Wind, der im Laufe des Einsatzes die Sichtverhältnisse im Tunnel deutlich verschlechterte. Vom Betriebsgebäude des Tunnels wurde während der Rettungsmaßnahmen die Lüftungsanlage betätigt, so dass der Rauch gezielt abgeführt werden konnte. Letztlich mussten drei Personen aus den Fahrzeugen gerettet bzw. befreit werden.

Übungsleiter Dirk Arping, der die Übung in Zusammenarbeit mit Straßen NRW vorbereitet hat, zeigte sich am Ende zufrieden. “Die ersten Trupps sind zügig und zielgerichtet vorgegangen und haben die Menschenrettung somit zeitnah eingeleitet”, berichtete Dirk Arping. “Solche Übungen sind alle vier Jahre vorgeschrieben”.

Auch der Leiter der Feuerwehr Thomas Deckers war mit der Leistung der Feuerwehrleute sehr zufrieden. “Es handelte sich um eine sehr komplexe Übungslage, die im Realfall viel von den Einsatzkräften abverlangt. Die Feuerwehrleute haben die Aufgabe unter Leitung von Marco Heisterkamp mit Bravour gemanagt. Dennoch werden wir die Übung im Detail auswerten, um möglicherweise die Abläufe weiter zu optimieren”, teilte Deckers zum Abschluss der Übung mit. (ots)

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