Die Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Schule belegten mit ihrem Entwurf „Kölsch, vielfältig bunt – dat sin mer“ den zweiten Platz bei der Busgestaltung. Rechts KVB-Chefin Stefanie Haaks und Schirmfrau Elfi Scho-Antwerpes (2. v. r.) (Foto: Christoph Seelbach/KVB)

Köln. Jury kürte Sieger im Wettbewerb – Viele kreative Entwürfe eingereicht

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben in diesem Jahr ihren Kreativ- Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler erweitert: Sie konnten diesmal nicht nur Ideen für die Gestaltung von zwei Bussen, sondern erstmals auch für das KVB-Leihrad einreichen. Die Sieger wurden am heutigen Mittwoch durch die Schirmfrau des Projektes, Ratsfrau Elfi Scho-Antwerpes, sowie die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks ausgezeichnet.

Eine achtköpfige Jury hatte zuvor die besten Entwürfe ausgewählt. Bei der Busgestaltung (Teilnehmer aus der Sekundarstufe 1) setzte sich die Klasse 9 der Kopernikusschule in Porz unter insgesamt zwölf Entwürfen mit ihrer Idee „KVB – nicht nur am PC zuhaus, auch Bewegung und mal raus“ durch. Mit diesem Entwurf wird ein kompletter Bus gestaltet, der zwei Jahre lang in Köln unterwegs sein wird. Platz zwei belegten Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky- Schule in Neubrück mit ihrem Entwurf „Kölsch, vielfältig, bunt – dat sin mer“. Er wird mit einem so genannten Traffic Board für drei Monate auf einer Seite eines Busses umgesetzt.

Am Wettbewerb zur Gestaltung des KVB-Rades konnten sich Grundschulkinder beteiligen. 20 Entwürfe aus vier Schulen wurden eingereicht, es siegten vier Mädchen aus der Tigerklasse 4b der KGS Horststraße in Mülheim mit ihrem Entwurf „Gemeinsam schaffen wir alles! – Wir sind eine Gemeinschaft.“ Mit dieser Gestaltung werden 50 KVB-Räder durch Köln rollen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt weiterhin von den Schulen angenommen wird und wir so viele tolle Ideen sehen dürfen. Dass wir mit der Gestaltung des KVB-Rades jetzt auch Grundschulkinder in den Wettbewerb mit einbeziehen konnten, ist einfach klasse“, sagte KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks. „Damit werden die schönen und kreativen Gedanken und Ideen der Schüler und Schülerinnen im Stadtbild noch deutlicher sichtbar.“

Elfi Scho-Antwerpes: „Ich bin immer wieder beeindruckt von der großen Kreativität, die die Kinder und Jugendlichen bei dem Projekt ausleben können. Sie erleben dabei ein Miteinander in dem gemeinsamen Ziel, ein Kunstwerk sichtbar zu machen. Für viele der jungen Menschen ist es das erste Mal, dass sie solch einen Prozess mitmachen. Und es ist für sie ein tolles Erlebnis, das Ergebnis ihrer Arbeit dann quer durch die Stadt fahren zu sehen.“

Erläuterungen der Gewinner-Gruppen

In der Erklärung der Kopernikusschule zu ihrem Entwurf heißt es: „Bei dem Brainstorming zur Gestaltung für unseren Bus nannten die Schüler*innen u.a. das Thema PC- und Handysucht. Äußerungen zu dem damit verbundenen Bewegungsmangel ließen nicht lange auf sich warten. Weniger „am PC zuhaus“ und dafür mehr „Bewegung und mal raus“ kann gesundheitlichen Beschwerden vorbeugen und ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung im Kindesalter. Deshalb sind auf unserem Bus viele sportliche Aktivitäten zu sehen. Die Schüler*innen haben sich diese nicht nur selbst

ausgedacht, sondern standen dafür auch Modell.“

Die jungen Designerinnen und Designer der Kurt-Tucholsky-Schule haben sich diese Gedanken gemacht: „Fast alle von uns benutzen als tägliches Transportmittel Busse und Bahnen der KVB. Hier kommen wir zusammen. Wir kommen aus verschiedenen Teilen der Welt. Wir bringen durch unsere Herkunft eine Vielfalt an kulturellen Unterschieden mit. Was uns verbindet, ist die gemeinsam verbrachte Zeit in der Schule, in der Freizeit, mit Freunden und Familie. Manche von uns haben es leicht, andere haben es schwerer. Aber wir alle haben Träume. In unseren Gesichtern spiegeln sich Hoffnungen, Träume und Gefühle wider.“

Die Mädchen aus der Tigerklasse der KGS Horststraße beschreiben die Ideen zu ihrem Entwurf so: „Das Peace‐Zeichen steht für Frieden. Frieden ist sehr wichtig! Wenn es keinen Frieden auf der Welt gäbe, gäbe es nur Zerstörung, Krieg, Trauer und Verletzung. Die weiße Taube steht für Frieden, Freiheit und Natur. Wir müssen die Tiere und Pflanzen schützen, weil unsere Welt sonst nicht leben kann. Die Herzen sollen heißen, dass alle Menschen im Inneren ein gutes Herz haben. Mit den Händen meinen wir, dass wir alle ein Team sein können, egal welche Hautfarbe wir haben. Und dass wir zusammenhalten und einander helfen müssen. Denn nur gemeinsam sind wir stark und schaffen alles.“

Alle eingereichten Entwürfe sind noch bis zum 27. Juni in einer Ausstellung im KVB-Westforum, Scheidtweilerstraße 38 in Braunsfeld zu sehen.

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