Die sanierte Sportanlage Horkesgath wird am 16. Juni durch Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnet (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)

Krefeld. Oberbürgermeister Meyer eröffnet die Anlage am 16. Juni offiziell

Die städtische Bezirkssportanlage an der Horkesgath ist saniert und kann in Kürze offiziell eröffnet werden. Der Kunstrasen ist verlegt worden, auch die restlichen Arbeiten sind nahezu abgeschlossen. Mit einem großen Sportwochenende werden der Verein Spiel und Sport (SuS) 08 und die Stadt Krefeld die Wiedereröffnung der Anlage vom 16. bis 19. Juni, feiern. Oberbürgermeister Frank Meyer wird im Rahmen des großen Turnierwochenendes am 16. Juni, um 11 Uhr die Anlage Horkesgath offiziell eröffnen.

Tolle Sportanlage für alle Nutzer

Im Mai 2021 war mit der Baumaßnahme begonnen worden, nach zwölf Monaten ist die Sportanlage jetzt komplett fertiggestellt. Künftig wird die Anlage für Vereinssport, Schulsport und Breitensport deutlich verbesserte Bedingungen bieten. Stadtdirektor Markus Schön zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten und dem Ergebnis: „An der Horkesgath steht für alle Nutzer jetzt eine richtig tolle Sportanlage zur Verfügung. Das ist der Auftakt einer Reihe von weiteren Sanierungen, die wir in den kommenden Jahren realisieren werden. Bald schon wollen wir hier im Bereich der Krefelder Freianlagen eine moderne, leistungsfähige und zeitgemäße Sportinfrastruktur vorweisen können. Wir stärken damit den Vereins-, Schul- und Breitensport mit erheblichen Investitionen.”

Oliver Klostermann, Fachbereichsleiter Sport und Sportförderung, weist besonders auf die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten hin: „Die Sportanlagen sollen für viele Nutzergruppen zur Verfügung stehen, dieses Ziel verfolgen wir beim Umbau der Anlagen konsequent. Wir folgen damit den Anregungen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger, die wir in der jüngsten Sportumfrage erhalten haben.”

Das wurde auf der Bezirkssportanlage erneuert

Konkret ist auf der Bezirkssportanlage Horkesgath ein Kunstrasenplatz mit Wettkampfbahn des Typs C als Tartanbahn entstanden, darin integriert sechs 100 Meter lange Kurzstreckenlaufbahnen. Es handelt sich um die erste städtische Tartanbahn in Krefeld. Die Leichtathletikanlagen für Kugelstoßen, Weit- und Hochsprung wurden erneuert, außerdem ist eine neue Flutlichtanlage mit energiesparender Technik installiert worden. Die Umbaukosten liegen bei insgesamt 1,7 Millionen Euro. Rund 525.000 Euro Förderung erhielt die Stadt Krefeld dabei durch das Bundesprogramm Sanierung Kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Der Kommunalbetrieb Krefeld hat im Auftrag der Stadtverwaltung die Arbeiten vorgenommen. Das komplette Tennenmaterial inklusive Einbauten wurde dafür zunächst abgetragen, für Entwässerung gesorgt, eine Kunststoffrasenfläche mit Kunststofflaufbahn wurde errichtet. Dafür sind rund 7.500 Quadratmeter quarzsandgestützter Kunstrasen verlegt worden. Eine zusätzliche Kunststoffrasenfläche mit Linierung als multifunktionales Kleinspielfeld zum Beispiel für Bambini-Fußball steht im südlichen Bereich zur Verfügung. Zwei überdachte „Ersatzbänke” parallel zum Spielfeld sowie zwei fest installierte Tore und vier mobile Jugendfußballtore sind auf der Platzanlage nutzbar Als Lagermöglichkeit ist eine Fertiggarage aufgestellt worden. Das nördliche Segment ist mit identischer Kunststofffläche wie die Laufbahn, als Anlauf für Weitsprung und Hochsprung, errichtet worden. Es gibt zwei Weitsprungbereiche, einmal mit zwei Bahnen und einmal mit drei Bahnen, davon eine Dreisprunganlage.

Die Gesamtgröße der Kunststoffflächen beträgt 3.600 Quadratmeter. Die gesamte Kampfbahn ist mit einem Stabgitterzaun umgeben. Mehrere Tore in der Zaunanlage ermöglichen den Zugang für Besucher. Eine große Zufahrt ermöglicht den Einsatz von Fahrzeugen für die Pflege und Unterhaltung. Der Kommunalbetrieb hat LED-Beleuchtung installiert, die individuell an die tatsächliche Nutzung angepasst werden kann. Die Kunststoffrasenfläche ist mit einer Beregnungsanlage zum Befeuchten des Quarzsandes ausgestattet. Das sorgt für eine Verbesserung der Spielbarkeit und kühlere Platztemperaturen im sommerlichen Spielbetrieb. Die Kampfbahn ist umgeben von weiteren Leichtathletik-Anlagen, dazu gehören eine Kugelstoßanlage mit einem Wurfkreis auf einer wassergebundenen Fläche, eine Speerwurfanlage mit Kunststofflaufbahn, daran seitlich angegliedert eine Diskuswurfanlage mit Wurfkreis und Diskusschutznetz. Die vorhandene Bouleanlage ist um neun Bahnen erweitert worden.

Ausblick: Weitere Veränderungen bis Herbst 2024

In einem nächsten Schritt wird auf der Bezirkssportanlage Horkesgath das alte Vereinsheim abgerissen und inklusive Funktionsgebäude neu errichtet. Eine europaweite Ausschreibung dazu läuft derzeit. Die bauliche Umsetzung ist bis Mitte 2024 geplant. Bis Herbst 2024 kann dann auch eine neue Boulehalle auf dem Gelände des „alten” Vereinsheims entstehen.

Die Bezirkssportanlage Horkesgath wird von rund 500 Vereinssportlern des SuS 08 mit seiner Fußballabteilung sowie den Boulespielern des Vereins genutzt. Die umliegenden Schulen mit rund 7.500 Schülern nutzen die Anlage für den Schulsport, vorwiegend für leichtathletische Disziplinen. Der Naturrasenplatz für die Fußballer bleibt bestehen.

Die nächsten Schritte für die Entwicklung der Krefelder Sportanlagen stehen an: Plan- und Baubeschlüsse liegen für die Anlagen Gladbacher Straße, Sprödentalstraße und die Hubert-Houben-Kampfbahn vor. Für dieses Jahr und die Folgejahre sind außerdem vom Rat der Stadt Krefeld zusätzliche Haushaltsmittel für die Sanierung von bestehenden Anlagen in Oppum, Uerdingen, Linn und Traar bereitgestellt worden. Neben den Sportfreianlagen wird in den kommenden Jahren ein weiterer Fokus auf der Entwicklung der Sporthallen, der Eishallen und Schwimmbäder liegen.

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