(Foto: Feuerwehr Schwalmtal)

Schwalmtal. Die Löschzüge Amern und Waldniel wurden gestern Mittag, um 13:12 Uhr mit dem Stichwort F2 – Wohnungsbrand auf die Straße Geneschen alarmiert.

Auf Grund des Alarmstichwortes, der Gebäudeart sowie dem Meldebild der Anrufer wurden vorsorglich alle verfügbaren Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwalmtal über Sirene alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es zu einem Vollbrand eines Balkons im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gekommen war. In Folge dessen hatte sich der Brand bereits bis auf den angrenzenden Dachstuhl ausgebreitet. In der ersten Befragung der anwesenden Personen durch die Einsatzleitung, konnten alle Bewohner das Haus vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen.

Durch die Einsatzkräfte wurden umfangreiche Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet. Ein Trupp unter Atemschutz löschte im Außenangriff das Feuer im Bereich des Balkons ab. Die Drehleiter bezog sofortige Stellung vor dem Gebäude. Zeitgleich erkundete ein weiterer Trupp unter Atemschutz das Gebäude.

Nach kurzer Zeit wurden der Einsatzleitung Zweifel eines Bewohners übermittelt. Dieser nahm an, dass sich eventuell noch eine Person in der Brandwohnung befand. Die Einsatzleitung entschied sofort zu einem taktischen Wechsel auf Menschenleben in Gefahr. In kürzester Zeit wurden zeitgleich drei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung mit Menschenrettung sowie der weiteren Erkundung ins Gebäude entsandt. Die Besatzung der Drehleiter übernahm den Außenangriff mittels C-Rohr und führte die Brandbekämpfung fort.

Nach Rückmeldung der im Gebäude eingesetzten Kräfte, konnten diese der Einsatzleitung zeitnah Entwarnung geben, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten.

Anschließend wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten eingeleitet, in der die eingesetzten Kräfte über die Drehleiter die Dachhaut im Bereich des Balkons entfernten und kleinere Glutnester ablöschten. Parallel hierzu wurde das Gebäude mittels Hochdrucklüfter rauchfrei gemacht.

Auf Grund des Zustandes des Gebäudes wurde das Ordnungsamt der Gemeinde Schwalmtal zur Einsatzstelle alarmiert. Diese bestellten zur Einschätzung der betroffenen Wohneinheiten einen Bauchsachverständigen des Technischen Hilfswerks des Ortsverbands Hückelhoven zur Einsatzstelle. Nach abschließender Einschätzung stellte dieser fest, dass die zwei betroffenen Wohneinheiten auf Grund des Brandes nicht bewohnbar sind.

Während des Einsatzes war die Straße Geneschen sowie der Birkenweg für rund zweieinhalb Stunden gesperrt. Feuerwehr und Rettungsdienst waren insgesamt mit 59 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im #einsatzfürschwalmtal.

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