Die Fußballabteilung für Menschen mit Handicap des SV Rees im Training für das heutige Turnier (Foto: privat)

Rees/Rhein-Ruhr. Trainiert wird schon seit März 22 wieder regelmäßig in der Fußball-Abteilung für Menschen mit Handicap des SV Rees. Aber am Samstag kommt es endlich auch wieder zu Liga-Spielen für viele Teams, die im Behinderten- und Rehasport-Verband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) organisiert sind. Auf der Rasensportanlage des SV Rees an der Ebentalstraße treffen ab 10 Uhr 18 Mannschaften verschiedener Leistungsklassen zu ihrer ersten Liga-Spielrunde seit zwei Jahren zusammen.

Nach Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 ist jetzt – zwei Jahre später – die Vorfreude riesig. Endlich kann nicht nur vereinsintern trainiert, sondern auch wieder in großer Runde gespielt werden. Aus Rees, Bocholt, Borken und Moers kommen die Mannschaften, aber auch aus dem gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus – von Oberhausen über Bochum bis Dortmund und von Essen über Gevelsberg bis Wuppertal.

Für die Abteilung Behindertensport des SV Rees ist dieser Tag noch aus einem anderen Grund ein Grund zum Feiern: 2002 – also vor 20 Jahren – wurde die Abteilung aus der Taufe gehoben. Eddy Irro, einer der Initiatoren von damals und noch heute Abteilungsleiter, schwärmt: „Wir sind all die Jahre mit vielen Neuzugängen vor allem aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe Rees eine tolle Truppe geworden. Das ist für mich und für viele Spieler wie eine zweite Familie. Wahnsinn!“

Noch fünf Jahre länger – also 25 Jahre – spielt Roland Balster durchgehend Fußball bei den Reesern – erst beim SV Rees in der dritten Mannschaft und seit 20 Jahren in der Behindertensport-Abteilung. Ein Vierteljahrhundert, das muss man erst mal schaffen!

Nachdem am Nachmittag also das letzte Spiel des Liga-Turniers abgepfiffen ist, wird deshalb an der Ebentalstraße noch zünftig Jubiläum gefeiert. Denn neben dem Fußballspielen war in den letzten zwei Jahren auch das gemeinsame Feiern wegen Corona zu kurz gekommen.

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