Die Familie Leiss wurde 1943 in sogenannter Sippenhaft von den Nationalsozialisten ermordet. Ein Vortrag am Mittwoch, 15. Juni, um 19.30 Uhr im Alten Landratsamt beleuchtet die tragische Geschichte (Foto: NS-Dokumentationsstelle, Stadtarchiv Moers)

Moers. Um die tragische Geschichte der Familie Leiss geht es in einem Vortrag am Mittwoch, 15. Juni, um 19.30 Uhr im Alten Landratsamt (Kastell 5). Maren Schmidt vom Verein ‚Erinnern für die Zukunft‘ berichtet über die Familie aus Moers-Hochstraß, die 1943 in sogenannter Sippenhaft von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Die Krefelder Gestapo-Außenstelle in Moers hat dafür als Grund das angebliche Überlaufen des Panzergrenadiers Wenzeslaus Leiss an der Ostfront im Dezember 1942 angegeben.

Auch auf den Monitoren der neuen interaktiven Ausstellung im Alten Landratsamt sind ihre Schicksale nachvollziehbar. 80 Jahre nach ihrer Hinrichtung, im Februar 2023, setzt Moers der Familie auch im früheren KZ Sachsenhausen ein Erinnerungszeichen. Vor Beginn des Vortrags – um 18.30 Uhr – gibt es eine 30-minütige Kurzführung durch die neue Dauerausstellung.

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