Heinz-Georg Anschott (Foto: GENO BANK ESSEN eG)

Essen. Überdurchschnittliches Einlagenwachstum – Gewinn deutlich gestiegen

Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der rund 21.000 Mitglieder zählenden GENO BANK trafen sich am 13. Juni 2022 zur jährlichen Vertreterversammlung. Nachdem die Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 coronabedingt virtuell stattgefunden hatte, war für die Präsenzveranstaltung diesmal wieder die Philharmonie der Veranstaltungsort. Dort ließen sich die Teilnehmer von Vorstand und Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf des zurückliegenden Jahres informieren und fassten die notwendigen Beschlüsse.

Das Kreditvolumen erhöhte sich um 2 % auf 0,5 Mrd. Euro, dabei verzeichnete das Geschäft mit den mittelständischen Firmenkunden einen überproportionalen Anstieg von 5 %. Anfragen nach Wohnungsbaufinanzierungen wurden überwiegend an die genossenschaftliche Finanzgruppe vermittelt.

Auch das mit 10 % überdurchschnittliche Wachstum der Kundeneinlagen auf 0,8 Mrd. Euro belegt das Vertrauen der Kunden in die GENO BANK, wodurch sich die Bilanzsumme um rund 8 % auf über 1,1 Mrd. Euro erhöhte. Über ein Drittel unserer Anlagen entfällt auf liquide Mittel.

Erfreulich entwickelten sich auch die Wertpapierbestände und Einlagen der Kunden bei den Verbundpartnern mit einem Plus von ebenfalls 10 % auf 0,7 Mrd. Euro. Das Wachstum ist dabei fast ausschließlich auf die Steigerung von gut 12 % bei den Wertpapierbeständen zurückzuführen.

Der vor 5 Jahren begonnene Aufbau des Wohnimmobilienportfolios von über 100 Mio. Euro konnte im vergangenen Jahr mit Fertigstellung der letzten Baumaßnahme abgeschlossen werden. Die Mieterträge in 2021 betrugen 4,2 Mio. Euro.  „Die gewünschte Ertragsdiversifikation haben wir damit erreicht“, so Heinz-Georg Anschott.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich von 3 Mio. auf 4,5 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg ist auf Sonderfaktoren sowie geringere Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Wertpapiere zurückzuführen.

Der Vorstandsvorsitzende fasste zusammen: „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, es ermöglicht neben der regulären Zuführung zu den Rücklagen auch wieder eine Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken.“  Außerdem ist die Bank aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation (rund 90 Mio. Euro bzw. Kernkapitalquote von über 16 %) im Hinblick auf zukünftiges Kreditgeschäft komfortabel aufgestellt.

Die Vertreterversammlung folgte der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende von 2,5 % für das Geschäftsjahr 2021 zu beschließen.

Für 25 Jahre erfolgreiches Engagement im Aufsichtsrat, davon 2 Jahre als Vorsitzender, wurde Friedrich Hegemann, der aus privaten Gründen aus dem Gremium ausgeschieden ist, vom Genossenschaftsverband mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Als neue Vorsitzende wurde die bisherige stellvertretende Vorsitzende, die Rechtsanwältin Antje Funke-Münstermann, vom Aufsichtsrat gewählt. Für den ausgeschiedenen Friedrich Hegemann wurde der Steuerberater Dirk Uhlendahl von der Vertreterversammlung neu in das Gremium gewählt.

Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich für das laufende Jahr optimistisch: „Wir erwarten, dass unsere Geschäfte auch im Jahr 2022 zufriedenstellend verlaufen werden; die bisherige Entwicklung stimmt uns optimistisch. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass es uns – wie in den Vorjahren – gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den rund 21.000 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im laufenden Jahr zu erreichen.“

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