Luftbild Flughafen, Trabrennbahn (Foto: EWMG)

Mönchengladbach/Willich/Rhein-Kreis Neuss. Der Flughafen Mönchengladbach ist gleichermaßen Wirtschaftsfaktor und Innovationsmotor. Die Potenziale für die Anrainerkommunen soll jetzt eine vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Studie aufzeigen. Korschenbroich, Mönchengladbach, Willich und der Rhein Kreis Neuss haben das Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht.

Am 24. Februar 2022 besuchte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart den Flughafen Mönchengladbach (MGL), um sich vor Ort über die Innovationspotenziale des Airports zu informieren. Dabei wurde auch diskutiert, wie die Städte Korschenbroich, Mönchengladbach und Willich als Anrainer-Kommunen sowie der Rhein Kreis Neuss stärker als bisher gemeinsam von der Nähe zum Flughafen profitieren können. Schon heute arbeiten am MGL mehr als 750 Menschen, Tendenz steigend. Die Studie soll weitere Chancen am Standort aufzeigen. „Ein Gewerbegebiet mit Rollfeldanschluss schafft einzigartige Möglichkeiten – nicht nur für flughafenaffine Unternehmen und innovative Player der Flugbranche“, betont Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Für Christian Pakusch, Bürgermeister der Stadt Willich ist klar: „Nur, wenn wir interkommunal zusammenarbeiten, können wir heute die Grundlagen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung von morgen schaffen.“ Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten stimmt dem zu und sagt: „Es ist klar, dass der Flughafen Mönchengladbach kein Drehkreuz für Ferienflieger wird. Gerade deshalb bietet der Verkehrslandeplatz die gefragte Infrastruktur für hochtechnisierte Unternehmen, die qualitative Arbeitsplätze schaffen.“

Wie die Wirtschaft insgesamt wird auch die Luftfahrt in den kommenden Jahrzehnten einen intensiven Transformationsprozess durchlaufen. CO2-freies Fliegen, geräuscharme Flugzeuge, die bessere Vernetzung unterschiedlicher Fluggeräte und Mobilitätsangebote – das sind nur einige Aspekte, die die High-Tech-Branche Luftfahrt aktuell beschäftigen, um sich für die Zukunft zu rüsten. Nordrhein-Westfalen und das Rheinische Revier können zu diesen Entwicklungen maßgeblich beitragen. Die Region verfügt zum einen über das wissenschaftliche Rückgrat, unter anderem mit den weltweit renommierten Schulen in Aachen (RWTH Aachen und FH Aachen) sowie dem Berufskolleg für Technik und Medien in Mönchengladbach mit seinen dualen Ausbildungsangeboten. Zum andern kann die Region mit einem starken Netz von meist mittelständig geprägten Unternehmen in der Luftfahrtbranche punkten, die weltweit als Zulieferer und Systemlieferanten unverzichtbar sind. Der Flughafen Mönchengladbach mit den am Platz ansässigen Unternehmen ist ein wichtiger Bestandteil dieses Luftfahrt-Clusters in Nordrhein-Westfalen.

Mit der Erweiterung um ein interkommunales Gewerbegebiet kämen weitere Potenzialflächen hinzu. Aufbauend auf dem Gedanken einer nachhaltigen Luftfahrt können so auch neue Arbeitsplätze in den Städten Korschenbroich, Mönchengladbach und Willich entstehen. Ideen, die in der Studie weiter vertieft werden sollen, sind neue auf die Luftfahrtbranche ausgerichtete Gewerbestandorte in den drei Gemeinden intelligent miteinander vernetzt werden sollen – verkehrstechnisch, digital, nachhaltig und im Einklang mit den Gegebenheiten des besonderen Naturraums an der Niers. „Wir können Vorreiter und Wegbereiter für Innovationen in der Luftfahrt sein“, sagt Dirk Brügge, Kreisdirektor des Rhein-Kreis-Neuss.

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