Hauptattraktion des Klima-Aktionstages war der Solarbutterfly (Foto: Carolina Kießlich/ © Stadt Bottrop)

Bottrop. Auf dem Roten Platz informierten am vergangenen Freitag (24. Juni) städtische Stellen und Partnerorganisationen über den Klimaschutz und Klimaschutz-Angebote in Bottrop. Hauptattraktion des Klima-Aktionstages war der SolarButterfly (Solarschmetterling) aus der Schweiz.

Der Solarschmetterling konnte besichtigt werden und kam mit einer Ausstellung zum Klimaschutz, die von Schulklassen und der Öffentlichkeit besucht werden konnte. Abgerundet wurde das Programm mit einer Podiumsdiskussion zur Energiewende.

„Einer der wichtigsten Schritte, um dem Klimawandel zu begegnen, ist die strikte Reduzierung und der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger. Gleichzeitig muss der Ausbau erneuerbarer Energien stetig weiter vorangebracht werden. Solarenergie ist dabei ein wichtiger Baustein, den wir bei uns in Bottrop schon intensiv nutzen. Auch der SolarButterfly macht sich die Sonnenenergie zunutze. Als mobiles Kleinsthaus zeigt er, wie es gelingen kann, erneuerbare Energien auch unterwegs mobil zu verwenden“, sagt Bürgermeister Klaus Strehl beim Besuch des Aktionstages.

Im höchsten Maße nachhaltig

“Larso”, so der Kurzname des Solarbutterflys, wurde von Louis Palmer, einem Pionier auf dem Gebiet der emissionsfreien Mobilität, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern, entwickelt. Es handelt sich um einen Wohn- und Arbeitsanhänger aus Recyclingplastik, gefertigt aus Kunststoffmüll, der in den Weltmeeren treibt und dort zu einem riesigen Problem geworden ist. Larso hat Solarpaneele dabei, um genügend Energie für sich selbst und das Zugfahrzeug zu erzeugen. Da der aufgestellte Anhänger mit ausgeklappten Solarpaneelen aussieht wie ein Schmetterling, wurde das Fahrzeug auf den Namen “SolarButterfly” getauft. Im SolarButterfly werden im integrierten Video-Studio täglich Interviews mit Klimaschutz-Pionieren durchgeführt und auf diversen Social-Media-Kanälen publiziert.

Reise um die Welt

Der SolarButterfly möchte Vorbild sein für das nachhaltige Leben von morgen: Leben und Arbeiten in einem Tiny House, komplett autark, unabhängig von Standort und Infrastruktur. Auf seiner vierjährigen Reise durch 90 Länder auf sechs Kontinenten, die im Mai begonnen hat, zeigt Larso erfolgreiche Ideen zur Bewältigung der Klimakrise und trägt sie in die Welt. Dabei besucht er die spannendsten Projekte sowie Pioniere, die an Lösungen gegen die globale Erwärmung arbeiten. „Wir wollen zeigen, dass man ohne CO2-Emissionen um die Welt fahren kann“, erklärt Stefan Kratz vom Team SolarButterfly bei der Vorstellung des SolarButterfly. Im Dezember 2025 landet er schließlich zum 10. Jahrestag des internationalen Klimaabkommens in Paris. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage unter www.solarbutterfly.org.

Tipps und umfassende Informationen für BürgerInnen Neben dem SolarButterfly waren städtische Stellen und Partnerorganisationen auf dem Roten Platz vertreten. Die Koordinierungsstelle Integrierte Stadtentwicklung und der Fachbereich Umwelt und Grün informierten zu aktuellen Projekten und luden die BesucherInnen zu kleinen Mitmachangeboten ein. Die Hochschule Ruhr West präsentierte an einem Stand vor Ort die StartUps “CYBR.ID” und “grow2cook”.

Auftritt der Klimaschutz-Kita

Viel Applaus bekamen die Kinder des AWO Familienzentrums „Hand in Hand“ für ihren Auftritt am Aktionstag. Im Juli 2019 wurde die Einrichtung zur Klimaschutz-Kita zertifiziert, heute tanzten und sangen sie für die BesucherInnen vor Ort und bestaunten im Anschluss den SolarButterfly.

Als zusätzliches Rahmenprogramm wurde das Konzept Zukunftsquartier Prosper III vorgestellt. Die Kernidee dahinter ist es, durch eine Kombination aus Baumbepflanzungen mit Sitzmöglichkeiten, Hochbeeten, Wandbegrünungen und einem intelligenten Bewässerungssystem, welches mit aufgefangenem Regenwasser der umliegenden Häuser gespeist wird, das Klima rund um den Roten Platz zu regulieren. Das kommt nicht nur den Anwohnerinnen und Anwohnern zugute, sondern macht zum Beispiel auch die vorhandene und weiter geplante Begrünung widerstandsfähiger gegen Hitze- und Dürreperioden.

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