Max Baum (Foto: privat)

Oberhausen. Bisher durfte in Deutschland jeder alles über Schwangerschaftsabbrüche verbreiten was sie oder er wollte. Eine Ausnahme gab es jedoch: hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte durften online keine sachlichen Informationen vermitteln. Das ist nach Ansicht der Oberhausener Jungliberalen (JuLis) absurd und die Abschaffung von §219 a StGB werde dies nun beenden.

„Wir brauchen für Frauen, die vor einer schwerwiegenden Entscheidung wie einem Schwangerschaftsabbruch stehen, niedrigschwellige Informationsangebote von Fachleuten und dafür hat Marco Buschmann (Bundesminister der Justiz) nun den Weg geebnet“, meint Miriam Göbels aus dem Vorstand der Oberhausener Jungliberalen.

„An Peinlichkeit kaum zu überbieten und völlig aus der Zeit gefallen ist es, dass sich die beiden männlichen Katholiken-Vertreter aus Oberhausen darüber auslassen, dass Schwangerschaftsabbrüche zur Verhütungsmethode für Frauen werden könnten“, kommentierte Max Baum, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen.

„Wir machen nun in Deutschland einen Schritt in die richtige Richtung. Insbesondere in Anbetracht dessen, was wir derzeit in den USA oder auch in Polen bezüglich des Themas Schwangerschaftsabbrüche beobachten, ein enorm wichtiges Signal“, ergänzt Vorstandsmitglied Lina Schulz.

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