Corina Bülow (Foto: © Corina Bülow)
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Mönchengladbach. Die Mitglieder der Mönchengladbacher AfD-Ratsfraktion sind aus der „Alternative für Deutschland (AfD)” ausgetreten und in die Deutsche Zentrumspartei eingetreten. Sie führen ihre Ratsarbeit zukünftig als „Zentrumsfraktion Mönchengladbach“ fort.

Der nun vollzogene Austritt ist der letzte Schritt einer Entwicklung, die sich seit vielen Monaten angebahnt hat. Die Mitglieder der Ratsfraktion haben sich diesen Schritt nach ihrer Auffassung nicht leicht gemacht. Sie haben über Monate die Entwicklungen der Partei und ihrer Vertreter im Landes- und Bundesvorstand verfolgt. Der letzte Bundesparteitag hat gezeigt, dass die Partei ihre falsch eingeschlagene Richtung manifestiert hat. Die bisherige Ratsfraktion kann und möchte diese Entwicklungen nicht mehr gutheißen und tolerieren.

Zu diesem Wechsel erklärt die Fraktionsvorsitzende Corina Bülow: „Die Mönchengladbacher AfD stand immer für einen bürgerlichen und konservativen Kurs, leider war dieser Kurs in der Partei immer weniger durchsetzbar. Ganz im Gegenteil hat zunehmend der rechte Flügel die Hoheit erobert, deren völkisch-patriotischer Kurs nicht dem der Ratsfraktion entspricht.” So sei die Ratsfraktion für Mönchengladbach und deren Bürger angetreten. “Diesen Auftrag nehmen wir selbstverständlich weiterhin wahr. Wir werden aber nicht blind hinter den Zielen einiger Protagonisten in der Partei herlaufen, die die Ziele der ursprünglichen AfD nicht mehr vertreten.”

Weiter benennt Bülow, dass es immer ihr Ziel war, “den Menschen eine ideologiefreie und vernunftgeleitete Politik in Mönchengladbach anbieten zu können. Diesen Anspruch haben wir weiterhin. Daher werden die Mönchengladbacher Ratsmitglieder auch weiterhin Politik für die Mönchengladbacher Bürger machen und haben Ihre Fraktion in „Zentrumsfraktion Mönchengladbach“ umbenannt.“

Der Austritt der Ratsfraktionsmitglieder aus der AfD macht sich auch im Kreisverband Mönchengladbach bemerkbar. Alle Ratsmitglieder waren seit vielen Jahren im Vorstand des Kreisverbands Mönchengladbach tätig. Aufgrund interner Richtungsstreitigkeiten haben sie ihren Rücktritt dort aber schon am 11. März dieses Jahres verkündet.

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