Die weitergeleiteten Hilfsgüter aus Poltawa wurden in Krementschuk sehnsüchtig erwartet, um die akut Verletzten aus dem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum zu versorgen (Foto: © anonym)

Essen. Universitätsmedizin Essen reagiert auf den russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum und lieferte rasch Hilfsmaterial zur Versorgung der Verletzten.

Krementschuk statt Poltawa: Nach dem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum wurde ein Teil der jüngsten Hilfslieferung der Universitätsmedizin Essen kurzfristig an ein Krankenhaus in der betroffenen ukrainischen Stadt weitergeleitet. Hier dienen die Medikamente und Medizinprodukte dazu, die Verletzten zu versorgen.  

Mit dem Angriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk hat Russland die Weltöffentlichkeit erneut schockiert. Zahlreiche Tote und Verletzte sind zu beklagen. Um die Verletzten in den Krankenhäusern besser versorgen zu können, wurde eine Hilfslieferung der Universitätsmedizin Essen teilweise umgeleitet. Die ursprünglich für ein Krankenhaus in der Stadt Poltawa bestimmten Medikamente und Medizinprodukte sind nun in Krementschuk angekommen.

„Die Brutalität, mit der Russland gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgeht, macht fassungslos. Wir wollen mit unseren Lieferungen dort helfen, wo es am nötigsten ist. Daher war die Weiterleitung des Transports die logische Konsequenz“, erklärt Thorsten Kaatze, Vorstand der Stiftung Universitätsmedizin Essen und Kaufmännischer Direktor des Uniklinikums Essen. „Die schnelle Weitergabe der Hilfsgüter zeigt die enorme Solidarität, die in der ukrainischen Bevölkerung herrscht. Es wird aber noch einmal deutlich: Wir sollten nicht nachlassen und weiterhin alles tun, die Unterstützung aufrechtzuerhalten. Ich bedanke mich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die die Transporte möglich machen.“

Seit dem Beginn des Ukrainekrieges organisiert die Universitätsmedizin Essen Hilfstransporte. Sie umfassen Medikamente und dringend benötigte Verbrauchsmaterialien wie Verbände oder Desinfektionsmittel. Durch den direkten Kontakt zu Medizinerinnen und Medizinern in der Ukraine ist sehr genau klar, welche Produkte benötigt werden. Eine kurze Logistikkette macht eine schnelle und unkomplizierte Hilfe möglich. Eine zweite Facette ist die Behandlung krebskranker Kinder in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen. Finanziert wird die Ukraine-Nothilfe über die Stiftung Universitätsmedizin Essen, die entsprechende Spenden sammelt und ihrem Zweck zuführt.

Weitere Hilfe nötig

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig die Hilfslieferungen in die Ukraine bleiben. Durch die Reaktionsschnelligkeit der Transporte seitens der Universitätsmedizin Essen kann auch für akut Verletzte Hilfe geleistet und Leben gerettet werden. Daher bittet die Stiftung Universitätsmedizin weiterhin um Spenden, ohne die die Hilfslieferungen nicht ermöglicht werden können.

 

Spendenkonto

IBAN DE09 3702 0500 0500 0500 05; Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine

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