Die Preisträger:innen auf der Bühne (Foto: privat)

Mönchengladbach. Vier Absolvent:innen der Hochschule Niederrhein erhielten in diesem Jahr den Förderpreis der Wilhelm Lorch Stiftung. Katja Wilczek, Jana Lewin, Aslihan Memisoglu sowie Leonhard Aha wurden in diesem Jahr für ihre herausragenden Arbeiten am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik ausgezeichnet.

Der jährlich ausgeschriebene Förderpreis der Wilhelm-Lorch-Stiftung wird in verschiedenen Kategorien vergeben. Die Absolvent:innen der Hochschule Niederrhein waren in den Bereichen Technik und Wirtschaft erfolgreich.

Katja Wilczek hat einen Förderpreis in der Kategorie Technik erhalten. Mit ihrer Arbeit über Textilien mit integrierten optischen Polymerfasern – einem Material, welches besonders fähig ist Licht zu leiten und abzustrahlen – und dessen Verhalten beim Nähen der Fasern, konnte sie die Verarbeitung von Lichtsystemen in Produkten voranbringen.

Jana Lewin wurde ebenfalls in der Kategorie Technik ausgezeichnet und hat mit der Entwicklung einer Regenjacke, bei der der Gedanke des Recyclings schon bei der Entstehung des Produkts berücksichtig wurde, ein besonders nachhaltiges Thema gewählt. Sie optimierte die Nutzung von nachhaltigen Materialien bei Funktionskleidung.

Ein Förderpreis in der Kategorie Wirtschaft ging an Absolventin Aslihan Memisoglu. Sie befasste sich mit der Problematik des erhöhten Chemikalieneinsatzes bei der Herstellung von Textilprodukten. In ihrer Arbeit hat sie nicht nur eine Status-quo-Analyse des deutschen Bekleidungsmarktes durchgeführt, sie hat zusätzlich eine Fallstudienmethodik entwickelt, um ausgewählte Bekleidungsunternehmen im Hinblick auf ihr Chemikalienmanagement zu beleuchten.

Die Preisträgerinnen erhielten ein Fördergeld in Höhe von 5000 Euro für ihre Leistungen. Die Gelder sind ausschließlich zweckgebunden für die Aus- und Weiterbildung der Preisträgerinnen zu nutzen.

Leonhard Aha wurde für seine Masterarbeit „A Roadtrip for Brand Extension“ ebenfalls in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet. Im Rahmen der Arbeit entwickelte er eine Strategie, mit der Unternehmen ihre etablierten Marken auf neue Geschäftsfelder ausweiten können. Das Konzept wurde praktisch bereits für eine Herrenkollektion der Zigarren-Marke Cohiba umgesetzt.

Die Wilhelm-Lorch-Stiftung fördert seit über 34 Jahren die Weiterentwicklung der Textil- und Modebranche. Benannt nach dem verstorbenen Gründer und Verleger der „TextilWirtschaft“, werden aus den Fördermitteln der Stiftung Aus- und Weiterbildungen ermöglicht, sowie Projekte an Hochschulen und Bildungseinrichtungen finanziert. Bewerbungen für den Preis im nächsten Jahr sind auf der Homepage der Stiftung möglich.

InfoKlick: www.wilhelm-lorch-stiftung.de

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