Christina Arens, Projektleiterin Ukraine-Hilfe bei Vodafone, zusammen mit Angela Zeithammer von action medeor, Kevin Maiwald von Aktion Deutschland Hilft und Schauspieler Sebastian Ströbel, Botschafter von Aktion Deutschland Hilft.(Foto: © action medeor)

Tönisvorst/BRD. Vodafone-Kunden spenden mit 42.600 Textnachrichten 426.000 Euro – Über ‚Aktion Deutschland Hilft‘ zu ‚action medeor‘ und von dort jetzt direkt ins Krisengebiet

Zwei Tage nach Kriegsausbruch in der Ukraine hatte das Partnerkrankenhaus von ‚action medeor‘ in Ternopil die erste Lieferung mit Schmerzmitteln, Antibiotika und Verbandsmaterial erhalten. Unzählige weitere Lieferungen folgten. Bis heute verpackte und verschickte ‚action medeor‘ 270 Tonnen medizinische Hilfslieferungen an Krankenhäuser in der ganzen Ukraine. Unter anderem in Lemberg, Kiew und in der Region Mariupol. Dorthin, wo die Hilfe Tag für Tag dringend benötigt wird – in Form von Medikamenten, Medizingeräten und Lebensmitteln. Bis die Hilfsgüter den jeweils rund 20-Stündigen LKW-Transfer in die Ukraine antreten können, investieren 80 Helferinnen und Helfer viel Zeit und Kraft: Sie prüfen den Bedarf, beschaffen Medikamente, planen die Logistik, packen Paletten und beladen LKW. Tag für Tag. Auch nach mehr als vier Monaten, die der Krieg nun schon anhält.

Für all das sind Spenden die Basis. So zum Beispiel die Aktion „UKRAINEHILFE“, die Vodafone gemeinsam mit dem Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ direkt nach Kriegsbeginn ins Leben gerufen hatte. Eine Spendensumme von 426.00 Euro kam dabei zustande und wird jetzt unter anderem für die Lieferung von medizinischen Hilfsgütern eingesetzt. Ganz zu Beginn stand dabei eine kurze SMS. Oder besser: 42.600 Kurznachrichten, die Vodafone Kunden verschickt haben, um zu helfen.

Kurz nach Kriegsbeginn hatte Vodafone nicht nur eine Soforthilfe in Höhe von 500.000 Euro an lokale Hilfsorganisationen gespendet, sondern auch einen Aufruf an die Kunden gestartet: Jeder, der will, konnte mit nur einer SMS 10 Euro an ‚Aktion Deutschland Hilft‘ spenden. Kennwort: UKRAINEHILFE. Mehr als 42.600 Spenden-SMS haben Vodafone-Kunden seitdem verschickt. Jetzt übergab Christina Arens, Projektleiterin Ukraine-Hilfe bei Vodafone, die Spenden-Summe direkt an Sebastian Ströbel, Schauspieler und Botschafter von ‚Aktion Deutschland Hilft‘. Die Übergabe fand im Medikamentenlager von ‚action medeor‘ statt, einer von mehr als 20 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses.


80 Helferinnen & Helfer packen und organisieren in Tönisvorst täglich medizinische Hilfsgüter – 120 LKW liefern Schmerz- und Lebensmittel für Krankenhäuser in der Ukraine

Dort werden tagtäglich die Transportfahrzeuge mit medizinischen Hilfsgütern beladen. „Eine kleine SMS kann große Hilfe leisten“, so Arens. „Was mit einer Kurznachricht beginnt, endet mit Medikamenten, die mitten im Krisengebiet Leben retten können.“ Der Weg von der SMS bis zur medizinischen Hilfslieferung ist dabei ein langer.

Hilfe in den Kriegsgebieten weiter dringend benötigt „Die Hilfsorganisationen von ‚Aktion Deutschland Hilft‘ helfen in der Ukraine, den Nachbarländern und in Deutschland, das Leid der betroffenen Menschen zu lindern. Für dieses Engagement bin ich zutiefst dankbar und freue mich, dass die Hilfe auch dank der Spendenaktion von Vodafone weiter möglich ist“, sagt Sebastian Ströbel, Schauspieler und Botschafter von ‚Aktion Deutschland Hilft‘.

„Das Engagement von Vodafone und die außergewöhnliche Spendenbereitschaft vieler Kunden zeigen, wie groß die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ist,“ sagt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von ‚Aktion Deutschland Hilft‘. „Dank der enormen Hilfsbereitschaft ist es unseren Mitgliedsorganisationen möglich, vor Ort mit den nötigen Mitteln zu helfen.“

„Wir sehen, dass der Bedarf an Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Geräten in der Ukraine weiter ungebrochen ist“, berichtet Angela Zeithammer, Kommunikationsleiterin von ‚action medeor‘, über die andauernde Hilfe für die Ukraine. „In den Krankenhäusern werden viele Verletzte und Geflüchtete mit chronischen Krankheiten behandelt, die dringend Hilfe brauchen. Umso dankbarer sind wir für die großartige Unterstützung der Vodafone-Kunden.“

Die Spenden, die per SMS ausgelöst und mit der Mobilfunkrechnung abgerechnet wurden, gingen von Vodafone direkt an ‚Aktion Deutschland Hilft‘. So können Hilfsorganisationen im Bündnis die Spenden dort einsetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Lebensmittel und Medikamente sind in den Kriegsgebieten dabei momentan besonders wichtig. Über ‚Aktion Deutschland Hilft‘ entstand schließlich der Kontakt zu ‚action medeor‘.

In der 4.000 Quadratmeter großen Lagerhalle in Tönisvorst lagern rund 150 verschiedene Arten von Medikamenten und medizinische Hilfsgüter. Über 80 Mitarbeiter sind täglich im Einsatz, um Arzneien, Verbandsstoffe und Co. zu verpacken und auf die Reise ins Kriegsgebiet zu schicken. Seit Kriegsausbruch haben 120 LKW und Transportfahrzeuge mehr als 200.000 Kilometer zurückgelegt, um zum Beispiel Schmerzmittel, Antibiotika, Infusionslösungen, OP-Bestecke, Spritzen, Kanülen oder Kompressen von der Lagerhalle in Tönisvorst direkt in die Krankenhäuser zu liefern. Mehr als 270 Tonnen Hilfsgüter wurden auf diese Weise von ‚action medeor‘ in die Ukraine transportiert. In der westukrainischen Stadt Ternopil wurde mit Unterstützung von ‚action medeor‘ ein Verteilzentrum für medizinische Hilfsgüter errichtet, das Krankenhäuser im ganzen Land versorgt. Inzwischen ist das Hilfswerk auch in Moldawien und der Region Odessa aktiv.

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