(Foto: Zoo Duisburg / M. Appel)

Duisburg. Seinen Namen brachte er aus dem hohen Norden mit ins Ruhrgebiet.

Am 12.05.2017 wurde Manfred im dänischen Zoo Odense geboren. Seinen Namen brachte er aus dem hohen Norden mit ins Ruhrgebiet. Aber wieso wurde die Seekuh auf den Namen Manfred getauft?

„Seinen Namen hat Manfred von seinen ehemaligen Tierpflegern in Dänemark bekommen“, erzählt Kuratorin Sandra Dollhäupl. „Er setzt sich aus den Silben ‚Man‘ und ‚Fred‘ zusammen. Jede der Silben hat eine eigene Bedeutung“. So sind ‚Man‘ die Anfangsbuchstaben von Manati, wie Seekühe auch genannt werden. ‚Fred‘ stammt aus dem dänischen und heißt übersetzt „Frieden“. Der Name Manfred bedeutet daher so viel wie ‚friedvoller Manati‘ oder ‚friedliche Seekuh‘.

Ein Name, der treffender kaum sein könnte, denn Seekühe sind friedfertige Pflanzenfresser und haben ein ruhiges Gemüt. Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen die sanften Tiere flache Wasserzonen. Im Zoo Duisburg stehen bergeweise Gemüse auf dem Speiseplan. „Derzeit vertilgen Manfred und sein Bruder Pablo täglich etwa acht Kisten Futter“, erzählt Revierleiter Maik Peschke. Mehrmals am Tag servieren die Pfleger unter anderem verschiedene Blattsalate, Staudensellerie, Spitzkohl und Wirsing. Sobald Maik Peschke die Futterplattform betritt, schwimmen seine Schützlinge herbei. Vorsichtig stibitzen sich die Seekühe das frische Grün von der Wasseroberfläche, ziehen es hinunter und halten es mit den vorderen Flossen fest. „Meist dauert es nur wenige Minuten, bis ein großer Kopf Blattsalat verspeist ist“, berichtet der Tierpfleger. Als besonderes Leckerchen reicht das Pfleger-Team übrigens Muscheln. „Die füttern wir aus der Hand, um die Bindung zwischen den Tieren und uns zu stärken“, so Peschke.

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