Von links: Thorsten Kaatze, Vorstandsmitglied Stiftung Universitätsmedizin und Kaufmännischer Direktor des UK Essen, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, UME-Aufsichtsratsvorsitzende und Vorstandsmitglied RAG-Stiftung, Prof. Dr. Jochen A. Werner, UME-Vorstandvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UK Essen (Foto: Universitätsmedizin Essen)

Essen. Spende erweitert Therapiemöglichkeiten und verbessert die Unterbringung der Angehörigen

Wie die RAG-Stiftung Anfang Juni bekannt gab, engagiert sie sich mit einem Sonderbudget von 2 Millionen Euro für Geflüchtete aus der Ukraine, die in den ehemaligen Bergbauregionen Zuflucht finden. Aus diesem Sonderbudget erhält die Stiftung Universitätsmedizin Essen nun 200.000 Euro. Mit dem Geld finanziert die Stiftung zusätzliche Therapiemöglichkeiten für die krebskranken ukrainischen Kinder, die wegen des Kriegs aus ihrem Heimatland flüchten mussten und nun in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen behandelt werden. Zudem fließen Gelder in die Unterbringungsmöglichkeiten für die Angehörigen.

„Unsere Stiftung ist ein fester Bestandteil der Region mit tiefen Wurzeln im ehemaligen Steinkohlebergbau. ‚Unter Tage‘ hielt man zusammen. Diesen Gedanken der Solidarität füllen wir auch heute weiterhin mit Leben. Daher sehen auch wir uns in der Verantwortung, den unverschuldet in Not geratenen Ukrainerinnen und Ukrainern, die zu uns ins Ruhrgebiet kommen, zu helfen“, erklärt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung. „Speziell wollen wir das besondere Engagement der Universitätsmedizin Essen unterstützen, die die Therapie krebskranker Kinder aus der Ukraine fortführt.“ 33 dieser Kinder hat die Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen seit Kriegsbeginn bisher aufgenommen, um ihre Behandlung fortzusetzen. Zudem organisiert sie Hilfstransporte mit Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien, die aus Spendengeldern weiterer Unterstützer finanziert werden, um die Krankenversorgung in der Ukraine aufrecht zu erhalten.

„Gerade bei der Behandlung einer Krebserkrankung ist Kontinuität wichtig“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. „Für uns war es daher eine Selbstverständlichkeit, dass wir mit der Behandlung krebskranker Kinder aus der Ukraine unsere Möglichkeiten nutzen, um den Schwächsten in diesem Konflikt zu helfen.“ „Neben der Behandlung der Kinder gehört dabei natürlich auch die Unterbringung und Betreuung der Angehörigen, meist Mütter und Geschwister, dazu. Denn gerade Kinder benötigen die Sicherheit fester und vertrauter Bezugspersonen in der bereits ohne Krieg belastenden Zeit der Erkrankung“, unterstreicht Prof. Dr. Dirk Reinhardt, Direktor der Klinik für Kinderheilkunde III an der Universitätsmedizin Essen.

„Die große Solidarität, die wir Tag für Tag aufs Neue sehen, ist nach wie vor beeindruckend“, findet Thorsten Kaatze, Vorstand der Stiftung Universitätsmedizin Essen und Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Essen. „Allein durch Spenden ist unser Engagement in dieser Form möglich. Es zeigt sich, wie viel wir gemeinsam bewirken können, wenn alle zusammenhalten. Der RAG-Stiftung gilt für ihre großzügige Spende unser besonderer Dank – auch im Namen der jungen ukrainischen Patientinnen und Patienten und ihrer Familien, denen die Hilfe direkt zugutekommt.“

 

Über die Stiftung Universitätsmedizin

Gemeinsam Gesundheit fördern – Unter diesem Leitgedanken realisiert die Stiftung Universitätsmedizin wichtige Förderprojekte und wegweisende Ideen auf dem Gebiet der Universitätsmedizin, um innovative Forschung und Lehre sowie eine über die reine medizinische Grundversorgung hinausgehende Krankenversorgung sicherzustellen. Durch ihre langjährige Erfahrung und Expertise ist sie als Impulsgeber im Gesundheitswesen etabliert und anerkannt. Zu den von ihr geförderten Projekten gehören gleichermaßen Versorgungsangebote wie die Musik- und Kunsttherapie, Einsätze von Therapiehunden, wie innovative Forschungsprojekte von der Krebs-, über die Demenz- bis hin zur Frühgeborenenforschung. Durch die Vergabe von Stipendien trägt die Stiftung maßgeblichen Anteil daran, herausragende Ärzte für die Zukunft auszubilden. Als eine der ersten Institutionen im Gesundheitswesen hat die Stiftung auf die Corona-Pandemie reagiert und die bundesweite Initiative “Spenden für Corona” ins Leben gerufen, um auch in diesem Kontext so dringend benötigte Soforthilfe in Forschung, Lehre und Krankenversorgung bereitzustellen. Ermöglicht werden können all diese Projekte jedoch nur mit der finanziellen Hilfe von UnterstützerInnen. Dazu gehören Privatpersonen und Unternehmen ebenso wie fördernde Institutionen.

 

Über die Universitätsmedizin Essen

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit 10.500 Beschäftigten und 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.

 

Über die RAG-Stiftung

Die privatrechtliche RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Seit Anfang 2019 übernimmt sie die Finanzierung der sogenannten Ewigkeitsaufgaben des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren. Mit zahlreichen Projekten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur setzt die Stiftung zudem positive Signale in den ehemaligen Bergbauregionen. Weitere Informationen zur RAG-Stiftung finden Sie unter Protected link.

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