Verunfallter PKW (l.) und Fahrzeugbergung durch das Abschleppunternehmen (Fotos: Feuerwehr)

Wetter (Ruhr). Mit dem Einsatzstichwort “Luftfahrzeug, vermutlich Kleinflugzeug in den Wald gestürzt” wurde gestern Abend gegen 20:00 Uhr die Feuerwehr Wetter (Ruhr) in die Bergstraße alarmiert.

Anrufer hatten kurz zuvor ein Sportflugzeug über dem Wald gesichtet, kurze Zeit später sei ein Knall zuhören gewesen und die Bäume hätten sich bewegt.

Als nach sechs Minuten die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, wurde sofort mit der Erkundung im angegebenen Gebiet begonnen. Nach kurzer Suche konnte die Einsatzstelle im Wald gefunden werden. Allerdings fanden die Feuerwehrleute kein Flugzeugwrack vor, sondern einen Personenwagen, der sich in ca. einem halben Meter Höhe zwischen den Bäumen verkeilt hatte. Die Fahrerin und der Beifahrer waren noch im Auto eingeklemmt.

Da die Insassen soweit stabil waren, wurde in Absprache mit den anwesenden Notärzten eine patientenschonende Rettung vorbereitet. Hierzu wurde das Auto mit einem Abstützsystem zuerst gegen weiteres Abrutschen gesichert. Danach führte der Rettungsdienst die nötige Erstversorgung der Patienten durch und bereitete sie zusammen mit der Feuerwehr auf die Befreiung vor. Hierbei musste auch mehrfach hydraulisches Spezialgerät eingesetzt werden. Parallel dazu wurde die Fahrzeugbatterie abgeklemmt und kontrolliert, ob Betriebsmittel ausgelaufen waren.

Nacheinander wurden nun die Fahrzeuginsassen aus dem PKW befreit und zu den Rettungswagen getragen. Hierbei kam noch ein besonderes Rettungsgeschirr zum Einsatz, welches Verletzungen an der Wirbelsäule verhindern soll. Nach fortgesetzter Patientenversorgung vor Ort wurden die Fahrerin und der Fahrer dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren.

Nachdem von der Feuerwehr weitere Aufräumarbeiten durchgeführt wurden, hob ein Abschleppwagen mittels Kran das verunfallte Auto aus dem Wald und transportierte es ab. Wie das Fahrzeug in diese Position kam, ist noch nicht geklärt.

Ein zwischenzeitlich eingegangener Paralleleinsatz wurde durch die Löscheinheit Grundschöttel abgearbeitet. Hier war ein Papiercontainerbrand in der Wasserstraße gemeldet worden. Bei Eintreffen vor Ort war allerdings nichts festzustellen. Der betreffende Bereich wurde von den Einsatzkräften kontrolliert, dann konnte der Einsatz nach zwanzig Minuten abgebrochen werden.

Nach ca. drei Stunden konnte der Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beendet werden. (ots)

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