( © Stadt Köln)

Köln. (Wird aktualisiert) Fünf-Zentner-Bombe muss noch heute entschärft werden – 5.200 Personen von Evakuierung betroffen – Anlaufstelle für Evakuierte ist in der Sporthalle am Südstadion eingerichtet


Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

Die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe konnte von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf um 22.59 Uhr erfolgreich entschärft werden.

Damit können nun rund 5.200 Evakuierte wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Während die meisten den Nachmittag und Abend selbst gestaltet hatten, fanden sich in der Spitze rund 120 Männer und Frauen in der Anlaufstelle am Südstadion ein. Dort wurden sie mit Getränken und am Abend auch mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Insgesamt waren rund 100 Personen vom Ordnungs- und Verkehrsdienst, vier Kampfmittelexpert*innen aus der Verwaltungsabteilung des Ordnungsamtes, 15 Polizeibeamt*innen, acht Feuerwehrleute, zwei Vertreter der KVB sowie 59 Kräfte verschiedener Hilfsorganisationen am Einsatz beteiligt. Sie transportierten rund 80 kranke oder gehbehinderte Personen aus dem Gefahrenbereich und werden sie noch heute Abend zurück in ihre Wohnungen bringen.

Nur wenige Personen waren der Aufforderung des Ordnungsdienstes, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen, nicht sofort nachgekommen. Dadurch hatte sich der zweite Klingelrundgang verzögert. Am Ende ließen sich auch diese überzeugen und verließen den Gefahrenbereich freiwillig.

Der Blindgänger war am Vormittag bei Bauarbeiten an der Bonner Straße gefunden worden.


Update 20.56 Uhr: Luftraum wird um 21.15 Uhr gesperrt

Endspurt für die Entschärfung der amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe an der Bonner Straße in Bayenthal.

Mittlerweile haben die meisten Teams den zweiten Klingeldurchgang beendet, nur wenige Anwohner*innen haben ihre Wohnungen noch nicht verlassen. Auch die Krankentransporte sind so gut wie abgeschlossen.

Die Sperrung des Luftraums ist für 21.15 Uhr beantragt. Sofort danach können die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf mit der Entschärfung der amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe beginnen.

Sollte alles nach Plan verlaufen, können die Bewohner gegen 22 Uhr in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.


Update 18.53 Uhr: Erster Klingeldurchgang ist beendet – Anlaufstelle am Südstadion wird gut angenommen

Die Vorbereitungen für die Entschärfung der amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe an der Bonner Straße in Bayenthal laufen auf Hochtouren. 42 Kräfte des städtischen Ordnungsdienstes, 30 Mitarbeitende des Verkehrsdienstes sowie vier Kampfmittel-Expert*innen aus der Verwaltungs-Abteilung des Ordnungsamtes haben den ersten Klingeldurchgang um 18.40 Uhr beendet. Etwas aufwändiger gestalteten sich lediglich die Gespräche in einer Unterkunft für Geflüchtete. Nicht jede*r der 94 Bewohner*innen verstand sofort, warum er oder sie sein oder ihr Zimmer verlassen musste.

Unterstützt werden die Ordnungskräfte seit dem Nachmittag von 31 Kolleg*innen der Spätschicht und hoffen, dass der zweite Klingeldurchgang zügig beendet werden kann.

Rund 50 Betroffene hatten im Lauf des Tages die Anlaufstelle am Südstadion aufgesucht. Sie steht auch weiterhin allen Bürger*innen aus dem Evakuierungsgebiet zur Verfügung. Auch für Verpflegung ist gesorgt. Hunde dürfen leider nicht in die Turnhalle hinein. Auch wenn keine Maskenpflicht mehr besteht, werden die Betroffenen zu ihrer eigenen Sicherheit gebeten, eine Maske zu tragen. Insgesamt wurden sieben Corona-positive Personen in einem separaten Bereich untergebracht. 50 gehbehinderte Personen müssen mit Krankentransporten aus dem Evakuierungsgebiet gebracht werden.


In Köln-Bayenthal ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelt sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Heckaufschlagzünder. Die Fliegerbombe muss noch heute entschärft werden. Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Von den Evakuierungsmaßnahmen sind rund 5.200 Personen betroffen. Eine Anlaufstelle für evakuierte Anwohner*innen ist in der Sporthalle am Südstadion, Klaus-Ulonska-Weg, Köln-Zollstock, eingerichtet. Hunde dürfen leider nicht mit in die Anlaufstelle.

Das Ordnungsamt hat mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen. Alle Personen werden aufgefordert, den Evakuierungsbereich zu verlassen. Im anschließenden zweiten Klingeldurchgang stellt das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben. Sobald dies geschehen ist und die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung erteilen. Ein Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Weitere Informationen erhalten Betroffene beim Bürgertelefon unter 0221/221-0 sowie bei der Einsatzleitzentrale des Ordnungsamtes unter 0221/221-32000.

Rund um den Gefahrenbereich werden sukzessive folgende Straßensperren aufgebaut. Der gesamte Bereich sollte daher großräumig umfahren werden.

  • Bonner Straße, Höhe Brühler Straße
  • Mannsfelder Straße, Richtung Brühler Straße
  • Gerhard-von-Rath-Straße, Höhe Brühler Straße
  • Annastraße, Richtung Bonner Straße
  • Raderberggürtel, Richtung Brühler Straße
  • Bonner Straße, Höhe Marienburger Straße
  • Brohler Straße ab Mehlemer Straße
  • Mehlemer Straße Höhe Goethestraße
  • Bayenthalgürtel, Höhe Bernhardstraße
  • Hölderlinstraße, Höhe Bernhardstraße
  • Bernhardstraße, Höhe Cäsarstraße
  • Mathiaskirchplatz, Richtung Bonner Straße

Betroffen von den Sperrungen sind auch die KVB-Buslinien 132 und 133, 130 und 134. Die Linien 132 und 133 werden über die Vorgebirgsstraße umgeleitet. Die Buslinien 130 und 134 werden getrennt.

Rund um den endgültigen Evakuierungsbereich werden im Laufe des Nachmittags weitere kleine Sperren eingerichtet, so dass niemand mehr in den Evakuierungsbereich gehen oder fahren kann.

Evakuierungsradius: https://stadt-koeln.maps.arcgis.com/home/webmap/viewer.html?webmap=275b870bf75c402296c2da3c61be2e3f

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