(Foto: Th. Emons)

Mülheim an der Ruhr. Ihr Besuch im Leder-und-Gerbermuseum an der Düsseldorfer Straße 269 entpuppte sich für die CDU-Fraktion als Heimspiel. Die Eingangsfrage des Förderkreis-Vorsitzenden Kurtludwig Lindgens, wer denn schon einmal das Ledermuseum in der ehemaligen Lederfabrik Abel besucht habe, konnten alle Mandatsträger mit „Ja“ beantworten.

Mit Kurtludwig Lindgens und der Geschäftsführerin des Förderkreises, Ina Pfeng-Bungert diskutierten die CDU-Fraktionsmitglieder unter der Führung von Bürgermeister Markus Püll über das vorliegende Museumsgutachten und die verschiedenen Vorschlägen zur Sicherung und Stärkung des Ledermuseums. Sie wiesen mit Blick auf die Gutachten-Ergebnisse darauf hin, „dass kein Museum ohne öffentliche Zuschüsse auskommt, dass der Förderkreis im Zusammenwirken mit der Stiftung Ledermuseum durch die Einwerbung von Spenden und Fördermittel des Landschaftsverbandes Rheinland, durch Verkaufserlöse des museumseigenen Lederladens und mit der Durchführung von Workshops, Führungen und Kindergeburtstagen damit für eine niedrigere Ausgleichsfinanzierung durch die Stadt derzeit sorgt.“ Beide sprachen sich für die Gutachten-Variante 1 („Status quo“) aus, die auch im Vergleich zu anderen Museen aufgrund des starken ehrenamtlichen Engagements und geringeren hauptamtlichen Personals für eine gemäßigte finanzielle Förderung der Stadt sorgen wird.“

Der Förderkreis Ledermuseum zeigte sich offen für die Realisierung anderer Gutachten-Vorschläge z.B. zur verstärkten Werbung und Kooperation mit anderen Museen. Die Idee Pfeng-Bungerts, mit Hilfe lokaler Zeitzeugen und historischer Fotos die Sozialgeschichte der Mülheimer Lederindustrie publikumswirksam zu dokumentieren, wurde begrüsst.

Die CDU-Fraktion machte bei ihrem erneuten Sommerferien-Ortstermin deutlich, dass das Ledermuseum als Erinnerungsort für einen einst bedeutenden Industriezweig der Lederindustrie in Mülheim an der Ruhr auch in Zukunft die städtische Unterstützung erhalten wird, die dafür notwendig ist. Denn es wird sehr die gute Arbeit nicht zuletzt mit Angeboten für junge Menschen anerkannt, die auch einen pädagogischen Mehrwert hat.

Bürgermeister Markus Püll fasste die Diskussion so zusammen: „Wenn die Variante 1 mit einem starken ehrenamtlichen Pfeiler mit einzelnen Vorschlägen aus anderen Varianten kombiniert wird, hat das Ledermuseum an der Düsseldorfer Straße eine gute Zukunft.“

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