Oberbürgermeister Sören Link (l.) und Thorsten Bleckmann, Leiter des städtischen Außendienstes (r.), mit Einsatzkräften des städtischen Außendienstes und der Verkehrsüberwachung (Foto: Uwe Koeppen-Stadt Duisburg)

Duisburg. Rund 20 mobile Videokameras, sogenannte Bodycams hat das Duisburger Bürger- und Ordnungsamt seit kurzem im Rahmen eines Pilotprojektes im täglichen Einsatz. „Die Bodycams sind eine entscheidende Investition in die persönliche Sicherheit unserer Einsatzkräfte. Ich hoffe, die Kameras sorgen für mehr Deeskalation, Transparenz, aber auch für mehr Vertrauen, sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Bürgerinnen und Bürger. Wenn sich die Kameras bewähren, wird die mobile Videokamera noch in diesem Jahr zum Standard der persönlichen Schutzausrüstung für unsere uniformierten Kräfte des Bürger- und Ordnungsamtes“, so Oberbürgermeister Sören Link.

In diesem und dem vergangenen Jahr zählte das Bürger- und Ordnungsamt insgesamt 46 Übergriffe bzw. Anfeindungen gegenüber uniformierten Kräften. Alle Übergriffe und Anfeindungen wurden zur Anzeige gebracht. „Der Ton auf der Straße wird leider spürbar rauer; das zeigen die vielen unschönen Verfahren wegen Beleidigung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vom Tragen der Bodycams, die durch entsprechende Beklebung schon von weitem gut sichtbar sind, erhoffe ich mir einen präventiven Effekt. Die anlassbezogenen Aufnahmen dienen aber auch als Beweismittel für ein etwaiges Strafverfahren“, berichtet Thorsten Bleckmann, Leiter des städtischen Außendienstes.

Das Pilotprojekt mit den mobilen Videokameras ist zunächst auf rund dreieinhalb Monate angelegt und soll nach Möglichkeit dauerhaft in Duisburg etabliert werden. „Bisher ist das Feedback unserer Einsatzkräfte im täglichen Umgang mit den Kameras durchweg positiv“, bestätigt Frank van Staa, Abteilungsleiter im Bürger- und Ordnungsamt.

Im Spätsommer soll eine Bilanz zum Einsatz der Bodycams gezogen werden. Die Rechtsgrundlage für die Verwendung der mobilen Kameratechnik hat der nordrhein-westfälische Landtag im letzten Sommer geschaffen. Getestet werden die Bodycams sowohl bei den Kräften zur Überwachung des ruhenden Straßenverkehrs als auch denen des städtischen Außendienstes.

Aktuell arbeiten bei der Verkehrsüberwachung 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beim städtischen Außendienst sind aktuell 65 Einsatzkräfte beschäftigt, die momentan in drei Schichten von montags bis samstags im Einsatz sind, um Präsenz in den Stadtteilen zu zeigen.

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