Cem Kliver (Foto: Büsch)

Kamp-Lintfort. Der Brötchen-Milliardär

Ihn kann man mit Fug und Recht einen Milliardär nennen. Denn Cem Michael Kliver backt Tag für Tag 300.000 „Das Büsch“, so werden die beliebten Schnittbrötchen der Handwerksbäckerei Büsch genannt. Und das seit 2004.

Seit 1995 ist er im Kamp-Lintforter Stammhaus tätig. Er startete als Aushilfe und begann nach zwei Jahren eine Bäckerlehre, die er erfolgreich abschloss. Anschließend besuchte er die Meisterschule. 2004 übernahm er als Leiter die Abteilung, in denen die Büschs hergestellt werden. „Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, erzählt er. „Über das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde um die Abteilungsleitung zu übernehmen, habe ich mich sehr gefreut.“ Heute unterstützen ihn 13 Mitarbeiter bei der Herstellung der Brötchen.

Einfache Rezeptur – von wegen!

Fragt man ihn, was sich im Laufe der Jahre geändert hat, so kommt zunächst als Antwort: „Der Standort“, denn die Backstube ist in „seiner Zeit“ an den Krummensteg umgezogen. Natürlich haben sich damit auch die Produktionsbedingungen und die Technik geändert. Aber vieles ist geblieben: vor allem die Rezeptur. Sie ist noch die gleiche wie vor 35 Jahren.

„Auch wenn die Rezeptur ganz einfach klingt, ist es doch eine Herausforderung Tag für Tag die gleiche Brötchen-Qualität herzustellen. Denn die Schnittbrötchen reagieren sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede, auch variiert die Mehlqualität“, weiß der Bäckermeister.

Lange Teigruhe ist für Geschmack verantwortlich

Das Besondere an den Büsch-Brötchen ist die Herstellung, zu der auch die lange Teigruhe von 18 bis 24 Stunden gehört, in denen der Teig steht und sich der Geschmack langsam entfalten kann. „Unsere Teiglinge bekommen viel Zeit – und das kommt ihrem Geschmack zu Gute“, weiß Cem Kliver.

Fünf Zutaten sind es, aus denen die Schnittbrötchen bei Büsch hergestellt werden: Wasser, Mehl, Hefe, Salz (und ein paar Tropfen Öl). Alle Zutaten werden im Kneter gut miteinander vermischt, dann werden die Brötchen einzeln geformt. Ein Teigling nach dem anderen wird dann auf ein Blech gelegt und bei plus vier Grad einige Minuten lang heruntergekühlt. Es folgt die Teigruhe, in denen die Brötchen bei plus sechs Grad im Kühlhaus ruhen. Danach werden sie in die Fachgeschäfte gebracht, wo sie dann frisch gebacken werden.

Auch privat ein Büsch-Fan

Cem Kliver, den man im Haus auch Cimy nennt, liebt seinen Job. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es ist einfach ein schönes Gefühl, diese Brötchen herzustellen. Und dann in eines zu beißen, das ich selbst gebacken habe“, erzählt er. Auch privat ist er ein Fan der Büschis. Aber auch andere Brötchenarten, Gebäck und verschiedene Brote mag er sehr. „Hauptsache, sie sind von Büsch“, lacht er.

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