Christina Biederbeck(li) und Martina Paduch von der Drogenberatung der Diakonie am Gedenkstein im Garten der Erinnerung (Foto: Drogenberatung Dinslaken)

Dinslaken. Am diesjährigen Gedenktag, der immer am 21. Juli eines jeden Jahres stattfindet, möchte das Team der Drogenberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dinslaken der verstorbenen Klienten und Klientinnen gedenken. Mehrere Frauen und Männer, die zum Teil schon im langjährigen Kontakt zur Beratungsstelle standen, sind und im vergangenen Jahr an den unmittelbaren oder indirekten Folgen ihres Konsums verstorben.

Die Mitarbeitenden der Drogenberatung Dinslaken möchten dauerhaft an die verstorbenen suchterkrankten Menschen der Beratungsstelle erinnern. Darum wollen sie einen Ort schaffen, an dem Angehörige Freunde und Wegbegleiter die Möglichkeit haben, zu trauern und der Verstorbenen zu gedenken. Aus diesem Grund wurde im Außenbereich der Beratungsstelle, also hinter dem Haus der Diakonie an der Wiesenstr. 44 in Dinslaken, der „Garten der Erinnerung“ errichtet. Mit Unterstützung des Steinmetzbetriebes Tielkes aus Voerde und der Garten- und Landschaftsbau Abteilung der Albert- Schweitzer- Einrichtung in Dinslaken wurde der „Gedenkgarten“ geplant und bepflanzt. Der Ort ist für alle zugänglich und soll ganzjährig eine Gelegenheit zur Erinnerung und Trauer bieten.

Im Jahr 2021 ist im vierten Jahr infolge ein Anstieg der an Drogen verstorbenen Menschen zu verzeichnen. Starben im Jahr 2017 noch 1.272, so waren es 2021 1.826 Menschen. Die aktuelle Zahl bedeutet einen Anstieg um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2020.

2022 jährt sich der seit 1998 veranstaltete und inzwischen internationale Gedenktag für verstorbene Drogen Gebrauchende zum 25. Mal. Ein trauriges Jubiläum, da in diesem Zeitraum (1998 -2021) nach offiziellen Angaben mindestens 34000 Drogen gebrauchende Menschen verstorben sind.

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