Adam Massava vor dem Wandbild (Foto: privat)

Mülheim an der Ruhr. Aus 543 Quadratmetern grauem Beton schufen die Ruhrpreisträger Hardy Bock (Mülheim) und Adam Massava (Nairobi), ein Urban-Art-Projekt, das heute ganz selbstverständlich zum Mülheimer Stadtbild gehört: Das große Wandgemälde der „Weltbaustelle“ am ehemaligen Frauengefängnis (Ecke Tourainer Ring / Friedrich-Ebert-Straße). Nach sechs Jahren besucht der Künstler aus Kenia wieder die frühere Wirkungsstätte: um ein Wiedersehen mit seinem kreativen Partner aus Mülheim zu feiern, gemeinsam kleine Restaurierungen am großen Wandbild vorzunehmen und natürlich um neue eigene Werke zu zeigen. Gemeinsam mit seinem Schüler Brian Mwangi bietet er Workshops und Ausstellungen an.

Adam Massava (r.) und Hardy Bock am Wandbild am Rande der Mülheimer Innenstadt (Foto: privat)

Auch interessierte Mülheimer*innen, haben die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Zu einer öffentlichen Präsentation mit Künstlergespräch laden Hardy Bock und Adam Massava am Donnerstag, 11. August, 18 Uhr, an das Wandbild am Tourainer Ring / Ecke Friedrich-Ebert-Straße ein, ab 19 Uhr findet die Ausstellungseröffnung in der vier.zentrale, Leineweberstraße 15-17, 45468 Mülheim an der Ruhr, statt.

Globale Entwicklungsziele lokal sichtbar zu machen, das war das Anliegen der „Weltbaustellen“, einer NRW-weiten Reihe von Urban-Art-Projekten des Eine Welt Netzes NRW, in denen lokale und internationale Künstler mit Kunst im öffentlichen Raum auf die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen hinwiesen. Das bekannte Mülheimer Wandbild greift Szenen aus der Natur ebenso wie aus dem urbanen Leben auf: Ein gelber Omnibus kreuzt das Bild ebenso wie ein Fahrradlieferant, der die Kisten auf seinem Gepäckträger in die Höhe stapelt. Daneben suchen Löwe und Giraffe ihren Platz im Großstadtdschungel.

Lokale Koordinatoren der Weltbaustelle Mülheim waren im Jahr 2016 das Eine Welt Netz NRW, der Evangelische Kirchenkreis An der Ruhr / Gemeindedienst für Mission und Ökumene und das Mülheimer Agenda 21 Büro. „Als evangelische Kirche engagieren wir uns für Nachhaltigkeit und in globaler Bildung. Deshalb unterstützen wir weiter die kreative Arbeit, die die weltweiten Ziele nachhaltiger Entwicklung in Mülheim ins Gespräch bringt“, erklärt Claudio Gnypek, Referent für entwicklungspolitische Bildung beim Kirchenkreis An der Ruhr. Claudio Gnypek hat seitdem den Kontakt zu beiden Künstlern gehalten und geholfen, beim erneuten Aufenthalt in Mülheim Ausstellungsmöglichkeiten zu finden.

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