Freuen sich über die erneute Zertifizierung: Die vier Direktoren des CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf, v.l.n.r: Prof. Dr. Tim H. Brümmendorf (Aachen), Prof. Dr. Peter Brossart (Bonn), Prof. Dr. Tanja Fehm (Düsseldorf), Prof. Dr. Michael Hallek (Köln) (Foto: Christian Wittke)

Düsseldorf/Aachen/Köln/Bonn. Das Universitätsklinikum Düsseldorf ist Teil einer der größten Allianzen gegen den Krebs in Deutschland – Deutsche Krebshilfe zeichnet Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) aus

Krebstherapie auf höchstem Niveau: Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) kooperiert mit seinem Universitätszentrum (CIO Düsseldorf) mit den Universitätskliniken in Aachen, Bonn und Köln (Cologne) im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO ABCD), einem der größten Tumorzentren Deutschlands. Das CIO ABCD ist von der Deutschen Krebshilfe nun erneut als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Ein internationales Gutachtergremium hat dem CIO eine erhebliche Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau bescheinigt. Mit der Auszeichnung verbunden ist auch eine finanzielle Förderung in Höhe von 6,2 Millionen Euro über vier Jahre.

„Für unsere Düsseldorfer Patientinnen und Patienten bedeutet die Zusammenarbeit der vier universitären Standorte im CIO eine flächendeckende Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau, Zugang zu den Behandlungsleistungen und klinischen Studien aller vier Standorte sowie eine enge Verzahnung der Forschung und ein schneller Transfer neuer Erkenntnisse aus der Krebsforschung in die klinische Anwendung“ , erklärt Prof. Dr. Tanja Fehm, Direktorin der UKD-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Direktorin des Düsseldorfer Universitätstumorzentrums.

Die Unikliniken und medizinischen Fakultäten der Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf haben 2018 eine Allianz in Form eines gemeinsamen Krebszentrums geschlossen. 2019 wurde das CIO als erstes vierstandortiges Zentrum von der Deutschen Krebshilfe auf Anhieb als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Seitdem arbeiten mehr als 200 Kliniken und Institute unter dem Dach des „Centrums für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf – kurz CIO ABCD“ zusammen, um für Betroffene in der Region die bestmögliche Krebsversorgung zu gewährleisten, aber auch um aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung schnellstmöglich in die klinische Praxis zu überführen.

Der Vorsitzende des Direktoriums des CIO ABCD, Univ.-Prof. Dr. Tim Brümmendorf von der Uniklinik RWTH Aachen freut sich über die erneute Auszeichnung: „Das Ziel unserer höchst innovativen Allianz ist es, dass unser Kooperationsmodell möglichst vielen Krebspatienten in unserer Region nutzt. Dafür wollen wir uns mit den Kliniken und Onkologen in NRW immer besser vernetzen und ihnen – und damit auch ihren Patientinnen und Patienten – den Zugang zu den vielen innovativen Therapiekonzepten, die die onkologische Forschung seit einigen Jahren verstärkt hervorbringt, zu ermöglichen.“

Über den Zusammenschluss der universitären Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf werden höchste Versorgungsstandards für die mehr als 65.000 Menschen, die in dieser Region Nordrhein-Westfalens jedes Jahr neu an Krebs erkranken, definiert. Viele der Krebsexpertinnen und Krebsexperten aus dem CIO sind führend in ihrem Fachgebiet und arbeiten maßgeblich an nationalen Leitlinien zur Behandlung der verschiedenen Krebserkrankungen mit.

„Die erneute Zertifizierung durch die Deutsche Krebshilfe bestätigt nun einmal mehr die hohe Qualität unserer onkologischen Versorgung an der Uniklinik Düsseldorf gemeinsam mit den anderen Standorten. Mein außerordentlicher Dank geht an alle Beteiligten für diese Leistung“, erklärt Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKD.

Vor allem die Forschung profitiert von dem Zusammenschluss. Krebs umfasst mehr als 200 unterschiedliche Erkrankungen und innerhalb jeder Krebsart gibt es zahlreiche Untergruppen, die alle unterschiedliche Therapieansätze benötigen. „Die Komplexität in der Krebsforschung wird immer größer und deshalb können wir aus unserem CIO-Netzwerk insbesondere im Bereich klinische Studien Vorteile ziehen“, so Prof. Brümmendorf weiter. „Wir behandeln im CIO zusammen rund 100.000 Patienten im Jahr – das und die hervorragende Abstimmung untereinander erleichtern es uns ungemein, unserem Anspruch gerecht zu werden, einer Vielzahl unserer Patienten den Zugang zu innovativen neuen Behandlungsstrategien zu ermöglichen.“

Darüber hinaus werden in der Mildred-Scheel-School of Oncology ABCD junge Ärzte und Wissenschaftler für die moderne onkologische Forschung interdisziplinär ausgebildet. Hier profitiert das Lehrangebot ebenfalls sehr von den vielen unterschiedlichen Expertinnen und Experten an den vier Standorten.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, freut sich über den Erfolg des Programms: „Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 15 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden“.

InfoKlick: https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/krebszentrum-cio.de

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