(Foto: Stadt Gelsenkirchen)

Gelsenkirchen. Umbau der Turn- und Schwimmhalle am Eppmannsweg 34 kostet vier Millionen Euro

Wenn nach den Sommerferien die Schule beginnt, steht für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hassel am Eppmansweg wieder Schwimmunterricht auf dem Stundenplan. Rechtzeitig in den Sommerferien konnten die Arbeiten zur energetischen Sanierung der Schwimmhalle im Schulgebäude abgeschlossen werden. Nach fast vierjähriger Bauzeit kann nun wieder direkt in der Schule geschwommen werden.

Ebenfalls saniert und bereits kurz vor den Sommerferien fertiggestellt wurde die Turnhalle der Schule, die jetzt in moderner Ausstattung wieder optimalen Sportunterricht zulässt.

Insgesamt vier Millionen Euro sind in die beiden Sanierungsobjekte geflossen, wobei die Coronapandemie immer wieder zu Verzögerungen und Preissteigerungen geführt hat. Die Finanzierung erfolgte mit Hilfe des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes.

Schwierigkeiten machte bei dem Sanierungsvorhaben die schlechte Bausubstanz, die eine umfangreiche Betonsanierung im Innen- und Außenbereich erforderte. Zudem waren durch die extreme Schieflage im Schwimmbeckenbereich und beim Dach aufwendige Ausgleichsarbeiten notwendig.

Um das von 1962 stammende Schwimmbad in einen zeitgerechten und barrierefreien Zustand zu versetzen, musste der Stahlbetonskelettbau mit Mauerwerk ausgefacht, die Fassade gedämmt, das Dach abgedichtet und gedämmt, die Fenster- und Türanlagen ausgetauscht und die komplette Schwimmbadtechnik erneuert werden. Die Turnhalle erhielt zusätzlich einen neuen Schwingboden mit Wärmedämmung und eine in die Decke integrierte Heizung.

Um den Zugang barrierefrei zu gestalten, wurde der Haupteingang der Schwimmhalle verlegt und über eine außenliegende Rampe erschlossen. Auch die Umkleiden wurden einschließlich der Duschen und Toiletten barrierefrei gestaltet.

An dem Umbau waren fast 40 Gewerke und elf Ingenieurbüros beteiligt. Dazu gehören neben dem Architekten der Bäderarchitekt, der Bauphysiker, der beratende Ingenieur Betonbau, ein Bodengutachter, der Brandschutzingenieur, der Statiker und der Prüfstatiker, ein Schadstoffgutachter, ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator und der Ingenieur für die technische Gebäudeausstattung.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten und dem kürzlich neu gestalteten Schulhof, der Modellcharakter für die Stadt Gelsenkirchen hat, ist die Schule insgesamt sehr zeitgemäß ausgestattet. Es gibt gut sortierte Bibliotheken und je ein Selbstlernzentrum in beiden Standorten. Die Klassen- und Fachräume sind modern ausgestattet. In allen Klassen wurden interaktive Whiteboards installiert. Zusätzlich wurden mehrere Klassensätze mobile Netbooks angeschafft, mit denen man über das schulinterne W-LAN-Netz jederzeit eine Verbindung zum Internet aufbauen kann.

Die Schule hat zudem mehrere Informatik- und Naturwissenschaftsräume, Technik- sowie Metallverarbeitungsräume, zwei voll ausgestattete Musikräume, einen Textilgestaltungsraum und einen modernen Fitnessraum.

Die Sekundarschule Hassel startete zum Schuljahr 2012/13 als erste Sekundarschule in Gelsenkirchen.

Die Sekundarschule Hassel ist eine integrierte Ganztagsschule, daher können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I angeboten werden. Es werden die Jahrgänge 5 bis 10 unterrichtet. Der Lehrplan orientiert sich auch an gymnasialen Standards. Die verbindlichen Kooperationen mit den Oberstufen der Gesamtschule Buer-Mitte und des Eduard-Spranger-Berufskollegs garantieren die Aufnahme nach der Klasse 10. Das Abitur kann so nach 9 Jahren erreicht werden.

Weitere Schulbaustellen während der Sommerferien in Gelsenkirchen:

  • An der Grenzstraße 3 werden Rettungswege erstellt und der Brandschutz angepasst. Kosten rund 940.000 Euro
  • An der Overwegstraße 63, dem Berufskolleg für Technik und Gestaltung werden Brandschutzmaßnahmen in den Fluren und Klassenräumen installiert. Zudem gibt es neue White-Boards in den Klassenräumen. Kosten rund 4,5 Mio. Euro.
  • An der Goldbergstraße 58 werden Rauchschutzelemente montiert. Kosten 195.000 Euro
  • An der Polsumer Straße 67 wird die Grundschule umgebaut und energetische saniert. Eingeplant sind hier 8,9 Millionen Euro.
  • In der Beckeradstraße 66 stehen Bodenbelags- und Malerarbeiten an. Die Kosten betragen etwa 660.000 Euro.
  • Auch in der Urbanusstraße 25 wird der Brandschutz erneuert. Es werden Rauchschutztüren eingebaut. Hier sind rund 50.000 Euro veranschlagt.
  • An der Devensstraße 15 wird der Schulcampus modernisiert. Kosten rund 200.000 Euro
  • An der Sandstraße 12 steht die energetische Teilsanierung Schule an. Schallschutzfenster und Außentüren werden ausgetauscht. Kosten 610.000 Euro.
  • An der Flurstraße 100 werden Rauchschutztüren eingebaut und der Brandschutz angepasst. Kosten 265.000 Euro.
  • An der Gutenbergschule, Lange Straße 21, werden die Decken saniert und die Digitalisierung installiert. Kosten 2.765.000 Euro.
  • An der Gesamtschule Berger Feld, Adenauerallee 110, werden die Kühlhäuser saniert. Kosten rund 200.000 Euro. Für die Deckensanierung in der Küche sind weiter 20.000 Euro veranschlagt.
  • Die Mechtenbergschule wird durch vier zusätzliche Bildungsräume und zwei zusätzliche Klassen erweitert. Hier sind 2 Mio. Euro eingeplant.
  • Die Schule an der Stephanstraße erhält einen Anbau und wird saniert. Dafür sind 13,9 Mio. Euro eingeplant.

An der Bochumer Straße 190 beginnt der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der Turnhallen. Die Gesamtkosten betrage 7,1 Mio. Euro.

Beitrag drucken
Anzeigen