v.l. Germaine Akoua, Moukouelle Prosper, ehrenamtl. Helfer Health and Smile e.V. und Dr. Francois Ewane, Arzt in Kamerun (Foto: MARVIN VOUNKENG)

Nettetal. Health and Smile e.V. klärt in Kamerun über Diabetes auf/Krankenhaus unterstützt mit Spenden 

Germaine Akoua, Vorsitzende des Vereins „Health and Smile e.V“ und Fachärztin der Inneren Medizin im Nettetaler Krankenhaus, leistete mitsamt einem Team aus Pflegekräften und Helfern einen wertvollen Beitrag der humanitären Hilfe in Kamerun.

Im April organisierten Mitglieder des Vereins zwei Medizin-Camps in ländlichen Gebieten Kameruns, um über die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus aufzuklären. Das Ziel: möglichst viele Menschen erreichen, eine Zuckererkrankung diagnostizieren und im Anschluss die Betroffenen über ein angemessenes Verhalten und die richtige Ernährung schulen. Auch die passende Therapie wurde vor Ort entsprechend eingeleitet. „Ohne die Unterstützung des Nettetaler Krankenhauses und des örtlichen Lions Club wäre die erfolgreiche Umsetzung des Projekts in dieser Form nicht möglich gewesen“, sagt Akoua. Das Nettetaler Haus unterstützte den engagierten Einsatz mit vielfältigen Materialspenden wie Blutdruck- und Blutzuckermessgeräten, Kanülen, Einmalhandschuhen oder Desinfektionsmitteln in einem Wert von über 1.500 Euro.

Nach einem Vortrag zum Thema nutzten insgesamt 647 Menschen das Angebot, sich der Ärztin, die selbst in Kamerun geboren ist, vorzustellen. Bei rund neun Patienten täglich konnte die Medizinerin die Stoffwechselstörung diagnostizieren. Auch, wenn die Arbeitstage mit meistens knapp zwölf Stunden lang waren, hat sich der Einsatz gelohnt. Denn im Nachgang hieß es seitens der lokalen medizinischen Kräfte in Kamerun, dass sowohl Patienten als auch das ärztliche und pflegerische Personal profitiert hätten und die Patienten zielgerichteter versorgen können.

Um die Weiterbehandlung der Patienten auf gutem Niveau zu gewährleisten, gründete Akoua eine Partnerschaft mit zwei ärztlichen Kollegen und zwei Pflegekräften in Kamerun. Im Rahmen einer 14tägigen Videokonferenz werden jetzt die Patientenfälle und deren Verläufe im Detail besprochen.

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