Die Jugendfeuerwehr Schwelm mit ihren Betreuern und dem Leiter der Feuerwehr Schwelm Matthias Jansen, vor der Abfahrt (Foto: Feuerwehr)

Schwelm. Die Corona-Pandemie hat auch vor der Jugendfeuerwehr Schwelm nicht Halt gemacht. So konnten neben erheblichen Einschränkungen oder gar zeitweisen Aussetzungen des Dienstbetriebes auch die Jugendfeuerwehr-Freizeiten in den Jahren 2020 und 2021 nicht stattfinden. Umso erfreulicher war es, als die jugendlichen JF-Mitglieder und ihre Betreuer am diesjährigen Fronleichnams-Wochenende ihre Reise in Richtung Wetzlar (Hessen) antreten konnten. Für einen Großteil der Teilnehmer war es die allererste JF-Tour überhaupt, entsprechend groß war die Aufregung. Nachdem alle Corona-Schnelltests negativ ausfielen, fielen jedoch einige Anspannungen ab und nach dem Beladen der Fahrzeuge – neben den Fahrzeugen der Feuerwehr Schwelm hatte auch die Feuerwehr Ennepetal freundlicher Weise ihr Jugendfeuerwehr-Fahrzeug zur Verfügung gestellt, vielen Dank nochmals dafür – konnte es auch schon losgehen.

Nach Ankunft an der Jugendherberge wurden zuerst die Zimmer bezogen, ehe der frühe Nachmittag für eine Vielzahl von Kennlern- und Teambuilding-Spielen genutzt wurde. Jeder Betreuer hatte sich dazu eingebracht und entsprechende Ideen vorbereitet. Das Abendessen der Jugendherberge rundete den ersten Tag angenehm ab. Der Freitag begann mit einem reichhaltigen Frühstück, zudem ließ er bereits erkennen, wie sonnig und warm das gesamte Wochenende werden würde. Als Highlight des Tages besuchte die gesamte Gruppe den nahegelegenen Kletterwald in Gießen. Egal ob in luftiger Höhe oder nahe am Boden, hier war für jeden ein bzw. mehrere passende Parcours dabei. Bis zum Abendessen konnte die restliche Zeit individuell verwendet werden, beispielsweise zum Fußballspielen oder zum weiteren Erkunden der Wanderwege an der Jugendherberge.

Am mit ca. 35 Grad Celsius wärmsten Tag, dem Samstag, war die ein oder andere Abkühlung angesagt. Für den ersten Programmpunkt ging es zum Besucherbergwerk “Grube Fortuna”. Neben vielen interessanten Eindrücken zum Eisenerz-Abbau war die Einfahrt in die Grube auf etwa 150 Meter Tiefe ein absolutes Highlight. Unter Tage war es nicht nur angenehm kühl, während des Rundgangs wurden auch verschiedene historische Maschinen in Betrieb genommen und deren Arbeitsweisen vorgestellt. Ein Spaziergang zum Maschinenraum des Förderkorbs schloss die Führung am Bergwerk ab. Als zweiter Programmpunkt stand ein Besuch im schönen Stadtkern von Wetzlar an. Hier gab es zuerst einmal eine Runde Eis für alle, ehe die Jugendlichen die Stadt in kleinen Gruppen selbst erkunden durften. Letztlich rundete eine Wasserschlacht an der Jugendherberge den heißen Tag amüsant ab.

“Abreise” war das Stichwort für den Sonntagmorgen. Nach dem Frühstück wurden die Taschen gepackt und die Zimmer gesäubert, ehe alle in den gepackten Fahrzeugen saßen. Vor der Heimreise gab es jedoch noch eine Überraschung für die Jugendlichen: Ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr Gießen. In der Universitätsstadt erhielten die Teilnehmer einen Einblick in den hessischen Brandschutz und erfuhren vieles zu den Strukturen und dem Arbeitsalltag einer Berufsfeuerwehr aus erster Hand. Auch ein zwischenzeitlicher Einsatz der BF Gießen ließ das Interesse nicht abreißen, ganz im Gegenteil. An dieser Stelle vielen Dank an die Berufsfeuerwehr Gießen für die Ermöglichung dieses Besuchs.

Nach abschließender Ankunft auf der Feuer- und Rettungswache in Schwelm wurden noch gemeinsam die Fahrzeuge entpackt und gesäubert. Mit einem gemeinsamen Pizza-Essen konnte die diesjährige JF-Tour gemütlich ausklingen. Das Feedback der Jugendlichen als auch das der Betreuer fiel dabei durchweg positiv aus. Es gab viel zu erleben, viel Zeit gemeinsam, ein wachsendes Gemeinschaftsgefühl und ganz viel Vertrauen und Freundschaft. So soll es sein! (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen