(Foto: Sabine Polster)

Düsseldorf. Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle blickt auf 25 Jahre in Düsseldorf zurück

Der Kapitän geht von Bord: Nach 25 Jahren als Leiter der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Düsseldorf (EFL) geht Michael Bruckner zum 31. Juli in den wohlverdienten Ruhestand. Viel hat er in dem Vierteljahrhundert im Interesse der ratsuchenden Menschen in Düsseldorf auf den Weg gebracht – zukunftsorientiert und nachhaltig.  „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Ideen zu entwickeln, Projekte und Konzepte auszuarbeiten, Gelder zu akquirieren, taktisch-strategisch und politisch zu agieren“, sagt Michael Bruckner. „Als Leiter der EFL war es mir stets wichtig, mein Team mitzunehmen, teilhaben zu lassen und die Expertise der Einzelnen mit ihren höchst individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten einzuholen und gegebenenfalls mich auch neu zu orientieren und auszurichten.“

Im Mai 1997 hat Michael Bruckner bei dem damaligen Verein Katholische Eheberatung Düsseldorf angefangen. Dieser wurde dann 2001 als Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle eine Einrichtung des Katholischen Gemeindeverbands. Nach seinem Studium der Theologie, Sozialwissenschaften und Psychologie in Münster hat er in Lingen im Bistum Osnabrück zunächst mit einem Praktikum, dann mit einer Festanstellung den Berufseinstieg gemacht. Doch den gebürtigen Ahrweiler zog es zurück ins Rheinland und so war Brühl seine nächste Station, bevor er dann nach Düsseldorf kam.

„Ich startete in einer Zeit, in der die Beratungsstellen die Aufgabe hatten, ihre Tätigkeit in Begriffe und Konzepte betriebswirtschaftlichen Denkens zu formulieren. Alles war nun unter dem Aspekt des Qualitätsmanagements zu betrachten und zu beschreiben“, erinnert sich der EFL-Leiter. Sparbeschlüsse auf der einen Seite und gleichzeitig wachsende Aufgaben auf der anderen Seite machten es anfangs nicht leicht. Bruckner sorgte für ein eigenes Profil der EFL-Düsseldorf im Ensemble des psychosozialen Netzes der Stadt und machte sie so auch zu einer zentralen Säule der Jugendhilfe. Um die EFL in der Öffentlichkeit zu präsentieren, suchte er den Kontakt zu Unternehmen, bot mit seinem Team regelmäßig Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen rund um Beziehungs-, Partnerschafts- und Lebens- sowie Familienfragen an und hat nicht zuletzt mit seiner Beratungsstelle für das Erzbistum Köln Geschichte geschrieben. Mit dem Projekt „PaarBalance“ wurde unter der Düsseldorfer Federführung ein wissenschaftlicher und alltagspraktisch-therapeutischer Diskurs geführt mit dem Ziel, mit dem digitalen Programm „PaarBalance“ zu mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft zu experimentieren.

Bereits vor den Sommerferien ist der 66-Jährige im Kreis von Kollegen, Kooperationspartnern, Weggefährten, Freunden und Familie im Mariensaal an der Hohenzollernstraße verabschiedet worden. Sein Team hatte dafür unter dem Motto: „Der Kapitän geht von Bord“ ein buntes Programm auf die Beine gestellt, in dem es neben Reden und Musik auch Filmbeiträge von langjährigen Wegbegleitern, einen bewegten Austausch und einen Abschiedsvortrag seines Teams gab.

Für den Ruhestand hat der Vater von drei erwachsenen Söhnen erst mal keine konkreten Pläne. „Einfach mal nix tun, ein bisschen relaxen und die Ruhe genießen“, sagt Michael Bruckner. Im September und Oktober ist dann Urlaub geplant. Holland und Meran sind die Reiseziele. In jedem Fall will Michael Bruckner sich jetzt wieder mehr seinen Hobbies – Fotografie und Musik machen – zuwenden. Er freut sich außerdem, dass er nun mehr Zeit hat, sich seinem Interesse der Paartherapie, Mediation, Organisations- und Personalentwicklung in freiberuflicher Tätigkeit zu widmen. Interessierte finden ihn online unter www.mbbruckner.de.

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