Max Wischniofski (Foto: privat)

Krefeld. Max Wischniofski könnte „Social Gloss Boss“ in Deutschland und Österreich werden

Schwarze Sneaker glitzern an seinen Füßen und zwei Ringe sowie eine Perle verzieren seine Ohren, als sich Max Wischniofski mit der rechten Hand durch die rotblonden Haare streicht. Fast zurückhaltend wirkt der 34-Jährige Friseur, der ursprünglich aus Nürnberg stammt, und im Krefelder Salon „The Green Room“ ein neues berufliches zu Hause fand, während er über seine Nominierung für die „Shades EQ Gloss Boss Awards 2022“ spricht. Dabei hebt seine Qualifikation den Hairstylisten schon jetzt auf das erweiterte Treppchen: Denn Max gehört zu den fünf besten „Social Gloss Bosses“ in Deutschland und Österreich. Mitte September kämpft er in Berlin um den Titel.

„Die Kategorie würdigt Friseure, die nicht nur ihr Handwerk gut beherrschen, sondern ihre Arbeit auch online besonders gut inszenieren“, erklärt Wischniofski. „Für mich war das schon immer ein wichtiger Teil meines Berufes: Denn, wenn wir Haare färben, schneiden und stylen, geht es immer darum, dass der Hairstyle zum Gesamteindruck passt. Wir kreieren einen ganzheitlichen Look.“ Das war auch sein Grundgedanke, als sich Wischniofski über Instagram Anfang Mai für den Wettbewerb der internationalen Colorations Marke Redken bewarb. Die Mähne seines Haarmodels, vorher lang mit einer ungleichmäßigen Färbung und einem starken Ansatz, verwandelte er in eine strahlend-blonde Haarpracht mit cremigen, rosafarbenen Details und inszenierte den Look fotografisch im Salon. Unter mehr als 1000 Einsendungen überzeugte er die Jury.

Wischniofski darf nun zum großen Finale in die Landeshauptstadt. Mitte September werden hier vor 1500 Zuschauern im Rahmen einer großen Show die Sieger der insgesamt vier Kategorien gekürt. Zur Vorbereitung auf das besondere Event, durchlief der Friseurmeister bereits jetzt mehrere Academy-Tage in Düsseldorf. Er optimierte seine Färbe- und Schnitttechniken mithilfe der Experten, bereitete sich aber auch mit Model-Casting und Filmaufnahmen auf das große Show-Finale vor. „Redken als Veranstalter inszeniert das Event und dementsprechend groß ist das Gesamtpaket“, schildert der Friseur. „Für die Marketingaufnahmen war beispielsweise eine Choreographin vor Ort, die uns gezeigt hat, wie wir uns vor der Kamera bewegen müssen. Das sind schon außergewöhnliche Erfahrungen.“

Sollte Wischniofski das Finale gewinnen, würde eine Einladung nach New York folgen. Im Headquarter des Veranstalters hätte er die Möglichkeit, von weltweiten Haar-Pionieren zu lernen und einen Eindruck in die Marketingstrategie eines internationalen Unternehmens zu gewinnen. „Ich bin Perfektionist, deswegen ist es mir wichtig, dass ich im Finale überzeuge, um einen Sieg aber geht es mir nicht“, erklärt er bescheiden. „Ich merke, wie sehr mich jetzt schon der gesamte Wettbewerb in meiner persönlichen Entwicklung weiterbringt. Dass ich so weit gekommen bin, bedeutet mir viel.“

Das Green Room-Team (Foto: privat)

Das ist auch der Grund, warum „The Green Room“-Salon-Inhaberin Franca Schnell ihren Schützling so unterstützt. Während Wischniofski in Düsseldorf castet, dreht und sich auf das Finale vorbereitet, fängt sie mit ihrem insgesamt siebenköpfigen Team im Salon am Luisenplatz den Ausfall des Finalisten auf. „Als Chefin kann ich Max‘ Engagement nur fördern“, sagt sie. „Ich ermögliche viele interne Schulungen, aber die Eindrücke, die Stärkung und die Motivation, die er aus einem Wettbewerb mitnimmt, sind für seine Entwicklung unschlagbar. Ich freue mich sehr darüber, dass er es so weit geschafft hat.“ Wenn am 18. und 19. September in Düsseldorf über den Sieg entschieden wird, reist die Inhaberin deswegen mit dem gesamten Team an. „Wir feiern ihn, egal welche Platzierung er am Ende macht“, erklärt sie lachend.

Auch fachlich steht Franca Schnell dem Finalisten zur Seite. Sie ist selbst Farbexpertin und reist als Seminarleiterin durch ganz Deutschland, um andere Salons weiterzubilden. Auch in den USA war sie schon, um sich fortbilden zu lassen. Mit ihrem Schützling bespricht sie seine Ideen und Stärken. „Max hat ein besonderes Talent für Kupfertöne, die aus technischer Sicht sehr schwierig sind“, erklärt sie. „Er findet für jeden Typen den passenden Ton. Das ist außergewöhnlich und das könnte er beim Finale zeigen.“ Wischniofski nimmt die Hinweise seiner Chefin dankend an. Beim Finale möchte er einen sinnlichen, weiblichen Look mit dunklen Haaren präsentieren. „Ich glaube, viele der Finalisten werden sich auf Blondtöne stürzen“, erklärt er. „Ich habe mich mit Absicht für ein Voll-Frau-Modell mit dunklen Haaren entschieden.“ Um einen ganzheitlichen Look zu kreieren, wird er von einer Designerin und einer Make-Up-Artistin unterstützt.

Dass Max Wischniofski im Bereich Social Media nominiert ist, freut Schnell besonders, denn erst Anfang dieses Jahres hatte sie sich selbst als Salon-Leiterin beim bedeutenden „TOP Salon – The Challenge 2022“-Wettbewerb vom „TOP HAIR“ als führendes Fachmagazin der Friseurbranche in der Kategorie „Digital Business“ qualifiziert und landete unter den drei besten Salons deutschlandweit. Die Jury würdigte den Umgang der Salonleiterin mit digitalen Medien und die Art, wie sie gemeinsam mit ihrem Team zum Beispiel in den sozialen Medien Marketing betreibt. „Mein Anspruch war immer schon, Werbung für unser Handwerk zu machen und zu zeigen, was unsere Branche ausmacht“, schildert Schnell. „Wir machen nicht nur Haare, wir sind Handwerker, wir sind Künstler, wir sind Marketing-Experten und Betriebswirte. Jeder Schritt, der hilft, das in die Öffentlichkeit zu tragen, ist wichtig.“ Mit seiner Nominierung zeigt nun auch Max Wischniofski die Vielfalt und Qualität seiner Berufsgruppe.

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