Die Verkehrsüberwachung der Stadt Essen beim Verteilen der neuen "Online-Knöllchen" (Foto: Elke Brochhagen/Stadt Essen)

Essen. Am 15. Mai fiel der Startschuss für den Austausch der alten Parkscheinautomaten, an denen Bürger*innen ausschließlich mit Münzgeld für das Parken bezahlen konnten. Drei Monate früher als geplant, konnte nun der Austausch im gesamten Stadtgebiet zugunsten neuer Parkscheinautomaten abgeschlossen werden. Die insgesamt 248 neuen Geräte sind solarbetrieben und mit den aktuell höchsten Sicherheitsstandards ausgestattet. Von nun an können die Bürger*innen ihre Parkgebühren nicht nur mit Münzgeld, sondern auch kontaktlos mit NFC (Near-Field-Communication) bezahlen, mit Debit- oder Kreditkarte sowie mit Smartphone oder Smartwatch im Rahmen von Mobile Payment.

Darüber hinaus gibt es eine weitere Neuerung rund um das Thema Parken: Das Ordnungsamt arbeitet – nach einer erfolgreichen Testphase – bereits seit einigen Wochen mit einer neuen Software zur Erfassung und Weiterverfolgung von Ordnungswidrigkeiten. Für die Bürger*innen besonders anschaulich wird diese Änderung bei den neuen “Online-Knöllchen”, die die Verkehrsüberwachung einsetzt.

“Online-Knöllchen” mit neuen Funktionen

Die neuen Knöllchen, die durch die Außendienstmitarbeiter*innen am Fahrzeug hinterlassen werden, haben einen QR-Code und Zugangsdaten für das neue, zentrale Online-Portal verwarnungen.essen.de. Hier kann der*die Betroffene sofort alle relevanten Informationen einsehen, beispielsweise den Grund für das Knöllchen, und das Verwarngeld innerhalb einer Woche direkt online bezahlen. Als Zahlungsmethoden stehen Girocode, SEPA-Überweisung, Giropay, Kreditkarte, Paypal und Pay Direct zur Verfügung.

Wird das Verwarngeld nicht innerhalb einer Frist von sieben Tagen über das Online-Portal beglichen, zum Beispiel weil man sich zum Vorwurf äußern möchte, wird die schriftliche Verwarnung postalisch übersandt. Neben den herkömmlichen Möglichkeiten sich zum Vorwurf zu äußern, wie Brief oder E-Mail, besteht nun auch die Möglichkeit die Anhörung bequem online auszufüllen und einzureichen.

Das neue Verfahren bietet sowohl den Bürger*innen als auch der Verwaltung viele Vorteile und ist ein wichtiger Baustein der Digitalisierung der Verwaltung. Der gesamte Prozess wird vereinfacht und digitalisiert: Alle Informationen werden automatisch in einer elektronischen Akte gesammelt und sämtliche Daten (inklusive Beweisfotos) werden unmittelbar online in das Verfahren übertragen. Darüber hinaus wird durch das neue Verfahren weniger Papier verbraucht, so dass wertvolle Ressourcen besser genutzt werden und ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird. Denn: Wird die Verwarnung über das Online-Portal gezahlt, ist der Fall abgeschlossen und die Zusendung per Post entfällt.

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