Krefeld. Beim Musikfestival am Fluss treten diesmal auch die Sinfoniker auf

Ein Musikfestival braucht nicht nur gute Bands und klangstarke Orchester, sondern auch eine beeindruckende Kulisse. Auf dem Krefelder Werftgelände am Rhein sind diese Bedingungen voll erfüllt: Mit Blick auf den Fluss, die vorbeiziehenden Frachtschiffe und die Rheinbrücke können Rock- und Klassikfans dort von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. August, die „Klangwerft“ erleben. Da die Bühne auf dem jetzigen Standort des „Soccer Cage“ errichtet wird, muss das kleine Fußballfeld am Mittwoch, 10. August, abgebaut werden.

„Im vergangenen Jahr haben wir viel positive Rückmeldung für dieses neue Krefelder Festival bekommen“, sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. „Deshalb haben wir uns entschieden, die Veranstaltung nicht nur fortzuführen, sondern auch musikalisch zu erweitern. Neben den Bands am Freitag und Sonntag werden am Samstagabend erstmals die Niederrheinischen Sinfoniker auf einer Bühne am Rhein spielen. Ein voll besetztes Orchester vor dieser Kulisse – das wird sicher ein besonderes Erlebnis.“

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Mihkel Kütson erklingen am Samstag klassische Werke. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist eine Stunde früher. Bereits am Vormittag haben Interessierte die Gelegenheit, ab 10.30 Uhr etwa drei Stunden lang einer öffentlichen Probe des Orchesters zu lauschen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Tickets für das Konzert am Abend kosten 15 Euro im Vorverkauf und 20 Euro an der Abendkasse. Der Erlös kommt der Initiative „Krefeld für Kinder“ zugute. Wer eher auf Musik aus diesem Jahrtausend steht, kommt am Freitag und Sonntag auf seine Kosten. Gemeinsam mit dem Verein Provinzgiganten und der Krefelder Musiker-Initiative (KMI) organisiert das Stadtmarketing zwei Nachmittage und Abende, die weitgehend der lokalen und regionalen Bandszene gewidmet sind. Till Menzer und Philip Lethen haben für Freitag und Sonntag insgesamt 13 Bands engagiert, die ganz unterschiedliche Klangfarben auf der Werft ausbreiten werden. „Das wird eine wilde Mischung: Indie Rock, Elektro, Achtziger, ein bisschen Hip-Hop, ein Hauch von Punk“, sagt Philip Lethen.

Am Freitag wird neben den alt eingesessenen Lokalmatadoren Dear Wolf die junge, angesagte Krefelder Band Rudy Chopper am Start sein. Hinzu kommen Die Privatiers, die für spannende musikalische Entdeckungsreisen und ungewöhnliche deutsche Texte stehen. Neon Crush und Paulinko klingen eher elektronisch, so dass die Besucher testen können, wie gut sich die Sandfläche am Rheinufer zum Tanzen eignet. Palila aus Hamburg und AI aus Düsseldorf ergänzen das Set. Die sieben Bands spielen von 16.30 bis 24 Uhr, während der Umbauten sorgt DJ St. Hoff für die musikalische Untermalung. Tickets für den Abend kosten 15 Euro im Vorverkauf und 20 Euro an der Abendkasse.

Am Sonntagnachmittag wird dann ein entspannter Sommertag zelebriert, der sich auch gut für den Besuch mit der ganzen Familie eignet. Der Tag beginnt um 13 Uhr mit einem Tanz-Workshop der Urban Dance Company: Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sind dazu herzlich eingeladen. Um 14 Uhr zündet die Schäng Blasius Flönz Rakete, allseits bekannt und beliebt am Niederrhein. Die Bonner Gruppe Marion & Sobo Band spielt anschließend eine Mischung aus Gipsy Jazz, Chanson und Weltmusik, gefolgt von Jorrem alias Joerg Meuther, der ebenfalls zahlreiche globale Einflüsse in seine Musik einbaut. Die Hamburger Band Iron Lung Quintet, das Byggesett Orchestra und die Krefelder Erfolgsband Alex‘s Kept Secret mit ihrer Mischung aus Funk und Soul komplettieren bis 22 Uhr das Line-Up. Zusätzlich zu den regulären Karten für 15 bzw. 20 Euro wird am Sonntag noch ein Familienticket für 12,50 Euro pro Person angeboten – die Kinder aus dem eigenen Haushalt haben dann freien Eintritt. Der Erlös aus beiden Konzerttagen fließt an den Verein Provinzgiganten.

Karten für die einzelnen Tage der „Klangwerft“ gibt es im Internet über das Ticketportal der Provinzgiganten: www.provinzgiganten.ticket.io.

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