Der kräftig pink blühende Blutweiderich prägt die Uferzonen, Totholzstämme und Wurzeln helfen Igeln und anderen Tieren, aus dem Wasser zu steigen (Fotos: Stadt Meerbusch)

Meerbusch. Neues Naturkleinod mitten in Lank-Latum

Zwischen Mühlenstraße und Malteser-Stift in Lank-Latum ist ein kleines Naturkleinod entstanden. Auszubildende des städtischen Servicebereichs Grünflächen haben die beschauliche Anlage jetzt unter fachlicher Anleitung aufwendig neu gestaltet. Zuvor war das alte Betonbett des Teiches, das undicht geworden war, komplett ausgebaggert und durch widerstandsfähige Folie mit Kiesgrund ersetzt. Lava-Gestein und große Baumwurzeln strukturieren die Wasserfläche, die Uferzonen wurden mit heimischen Sumpfpflanzen und Stauden gestaltet. Die bestehenden Holzbrücken über den Wasserlauf wurden erhalten. Die schlechte Nachricht: Kaum waren die Arbeiten weitgehend abgeschlossen, wurden rund 50 Pflanzen von Unbekannten gestohlen.

„Wir waren alle enttäuscht und sauer, als wir die Bescherung sahen“, berichtet Anna Hardenberg, stellvertretende Leiterin des Bereichs Grünflächen. Mit viel Feingefühl hatte ihr Kollege Peter Schoppe-Tscheschlog die Neuanlage geplant – ökologisch zeitgemäß und einem naturnahen Bachlauf nachempfunden. Der Diebstahl war für alle Beteiligten ein herber Rückschlag. „Aber wir bleiben am Ball und gestalten die Anlage bis zum Herbst fertig“, so Hardenberg. Wildstauden wie Wasserdost, Blut-Weiderich, Wasserminze, Iris oder Sumpf-Dotterblume sind schon jetzt gut angegangen. Libellen, Wasserläufer, Molche und zahlreiche andere Tiere haben sich schnell eingefunden.

Zusätzliche Wasserpflanzen sollen noch helfen, dem Teichwasser Stickstoff zu entziehen und so den Algenwuchs eindämmen. Wenn das biologische Gleichgewicht im Teich sich eingependelt hat, sollen auch die Algen langsam verschwinden. Aus dem gleichen Grund soll auch die kleine Stockenten-Familie, die sich angesiedelt hat, nicht weiter wachsen. Die Exkremente der Federtiere würden das Wasser sonst übermäßig belasten.

Oberhalb des Bachlaufs werden die Stadtgärtner im Herbst noch Brombeergestrüpp entfernen und neue Büsche und Gehölze pflanzen. „Dann kann sich die Anlage hoffentlich ungestört entwickeln“, hofft Anna Hardenberg.

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