v.l. Josy Wichards und Fabian Sneider (Foto: privat)
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Mönchengladbach. Nachdem die Grünen Mönchengladbach, sowieHeinz Rütten und Harald Görner vom BUND Mönchengladbach bereits Bedenken zu einem möglichen Gewerbegebiet im ehemaligen JHQ geäußert haben, bezieht nun auch die Grüne Jugend Stellung zum geplanten Vorhaben. „Von unserer Seite gibt es nicht nur Bedenken, sondern auch ein klares Nein zu einem geplanten Gewerbegebiet im JHQ. Wir dürfen in der Klimakrise nicht noch mehr Flächen in Mönchengladbach versiegeln und für Gewerbegebiete nutzen. Der Naturschutz ist nun wichtiger als je zuvor, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht“, sagt Fabian Sneider, Sprecher der Grünen Jugend MG.

Die Grüne Jugend sieht bei diesen Überlegungen ein falsches Interesse der Mönchengladbacher Ampel-Koalition. „Wenn Flächen versiegelt werden sollen, sollten diese vorrangig dem Wohnraum und nicht dem Gewerbe dienen. Wir besitzen in Mönchengladbach ein derart desaströsen Wohnungsmangel, welcher zunächst verbessert werden sollte. Befragt man die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, würde diese sich sicherlich für mehr bezahlbaren Wohnraum entscheiden. Genau deshalb fordern wir die Ampel-Koalition auf, Politik vorrangig für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu machen und nicht für gewerbliche Unternehmen.“, kritisiert Josy Wichards, Co-Sprecherin der Grünen Jugend MG.

Die Ablehnung geplanter Gewerbegebiete ist deutlich zu spüren. Die Grüne Jugend sieht ein Ungleichgewicht zwischen den negativen Auswirkungen durch die geplante Bebauung und derer Vorteile. Aktuell werden Flächen des ehemaligen JHQs für die Erstaufnahme traumatisierter Flüchtlinge genutzt. Zusätzlich befinden sich dort ausgewiesene Fauna-Flora-Habitat Flächen, die dem Artenschutz und dem Klimaschutz in der Stadt dienen.

Im Gespräch mit den Mönchengladbacher Grünen sind sich Grüne Jugend und Grüne einig. Jugendorganisation und Partei sehen eine schnelle Entscheidung mehr als kritisch.

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