Dr. Peter Schöngen, Monika Niederau und Dr. Thekla Schwarzlose (v.l.) vom St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln freuen sich über die Anerkennung als „Zertifiziertes Diabeteszentrum“, von dem Patienten aller Bereiche des Hauses profitieren (Foto: Simon Erath)
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Viersen. Von Deutscher Diabetes Gesellschaft ausgezeichnet

Mit über sechs Millionen Betroffenen ist Diabetes in Deutschland die Volkskrankheit Nummer eins. Die im Volksmund oft nur „Zucker“ genannte Erkrankung betrifft viele medizinische Bereiche, wodurch sie eine fachübergreifende Behandlung erforderlich macht. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert bundesweit Kliniken, um eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. Das St. Irmgardis-Krankenhaus in Süchteln hat die hohen Anforderungen der Gesellschaft erfüllt und ist jetzt „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“. Davon profitieren alle Patienten des Hauses, da bei einem erforderlichen stationären Aufenthalt eine ganzheitliche Betrachtung vorgenommen wird.

„Wir freuen uns über diese Auszeichnung“, so Dr. Thekla Schwarzlose, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin des Süchtelner Hauses. „Sie bestätigt unseren eigenen Qualitätsanspruch und zeigt den Diabetes-Patienten, dass sie hier eine Behandlung nach neuestem Wissenschaftsstand erhalten. Und das sowohl bei der Beratung als auch in der Behandlung und Schulung.“

Diabetes mellitus: Typ 1 und Typ 2

Diabetes mellitus, wie die Erkrankung vollständig heißt, ist komplex und tritt in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Darüber hinaus unterscheiden sich zwei Typen. Diabetes Typ 1, der durch einen Mangel des Hormons Insulin verursacht wird, beginnt meist im Kindes- und Jugendalter. Diabetes Typ 2 hingegen wurde früher oft als „Altersdiabetes“ bezeichnet, in den letzten Jahren erkranken aber auch zunehmend junge Erwachsene und Jugendliche daran.

„Etwa 90 bis 95 Prozent aller Diabetes-Patienten leiden an Typ 2“, weiß Dr. Peter Schöngen. Der Oberarzt gehört gemeinsam mit Thekla Schwarzlose und Monika Niederau zum Diabetes-Team des Hauses. Die Typ 2-Variante entsteht, weil das Insulin von den Körperzellen immer schlechter aufgenommen und verwertet wird. „Das passiert entweder im Alter, oder auch deutlich früher, wenn Übergewicht, ungesunde Ernährung und wenig Bewegung hinzukommen“, erklärt Thekla Schwarzlose.

Kleiner Start aber große Auswirkungen

Diabetes entwickelt sich oft schleichend und unbemerkt – aber die Folgen können weitreichend sein, denn ein erhöhter Blutzucker schädigt die kleinen und großen Gefäße. „Folgeerkrankungen können theoretisch ein Schlaganfall oder Herzinfarkt sein, aber auch Nierenleiden oder Erblindung können sich entwickeln“, zählt Peter Schöngen auf. Darum ist es so wichtig, eine umfassende medizinische Betreuung zu haben.“

Die DDG vergibt seit 2005 ihre Zertifikate und möchte damit Betroffenen eine Orientierung bei der Suche nach geeigneten Behandlern geben. Das St. Irmgardis-Krankenhaus gehört seit diesem Jahr dazu und trägt laut Beschluss der Diabetes-Gesellschaft den Titel „Zertifizierte Klinik für Diabetespatienten geeignet DDG“. Das Zertifikat gilt zunächst drei Jahre, bevor eine erneute Prüfung der Kriterien – und bei Erfüllung die Re-Zertifizierung erfolgt.

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