(Foto: Jörg Dembinski - https://www.facebook.com/joerg.dembinski)
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Leverkusen. Ihre Heimpremiere hatten sich die Werkselfen sicherlich anders vorgestellt. Statt des erhofften ersten Saisonsieges kassierten die Leverkusenerinnen im Duell der Dauerbrenner der Handballbundesliga der Frauen eine verdiente 29:31-Niederlage gegen den VfL Oldenburg und rangieren nun mit 0:4-Punkten lediglich auf Rang elf.

„Wir haben 60 Minuten gut gefightet mit unserem knappen Kader. Ich muss ein großes Kompliment an meine Mannschaft aussprechen, dass sie das im Training und auch heute maximal angegangen ist. Der Sieg ist verdient und extrem wichtig für uns“, freute sich Oldenburgs Trainer Niels Bötel nach den ersten zwei Punkten seines Teams in dieser Saison.

Der VfL, der genau wie die Elfen das erste Saisonspiel verloren hatte, war von Beginn an gut in der Partie und dominierte die erste Halbzeit sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Zwar fanden die Gastgeberinnen die eine oder andere Lücke in der Oldenburger Defensive, aber 17 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache, wo die eigentlichen Probleme der Bayer-Sieben lagen.

„Wir standen zu defensiv und haben zu viele Fehler in der Abwehr gemacht. Zweite Halbzeit war das besser und da haben wir auch die eine oder andere Sache probiert. Aber jedes Mal, wenn wir die Möglichkeit hatten, da näher heranzukommen, haben wir einen technischen Fehler gemacht oder eine Chance vergeben“, so Elfentrainer Johan Petersson.

Exemplarisch war für Peterssons Aussage sicherlich die Phase drei Minuten vor dem Ende, als die Elfen durch ein Tor von Mareike Thomaier zum 28:29 wieder auf Schlagdistanz waren. Anschließend scheiterte die überragende zehnfache Torschützin Toni-Luisa Reinemann zunächst vom Siebenmeterpunkt und kassierte dann im Gegenanagriff eine Zeitstrafe.

Doch nach einem weiteren technischen Fehler des VfL traf Jennifer Souza von Linksaußen mit einem Wurf nur die Unterkante der Latte und verpasste so den Ausgleich. Der VfL behielt dann durch Treffer von Marie Steffen und Reinemann, bei einem Gegentreffer von Viola Leuchter, die Nerven und fuhr den verdienten Auswärtssieg ein.

„In der zweiten Halbzeit war unser Spiel zwar besser, aber insgesamt war das nicht unser Tag heute“, so Johan Petersson abschließend.

Weiter geht für die Werkselfen am kommenden Samstag beim Buxtehuder SV. Der Vorjahresdritte rangiert nach zwei Spielen mit 2:2-Punkten auf Rang neun.

Die Spielstatistik:
TSV Bayer 04 Leverkusen – VfL Oldenburg 29:31 (14:17)

Leverkusen: van der Linden, Nasser; Thomaier (5/2), Jurgutyte (1), Leuchter (6), Boeters (4), Cormann, Mathwig, Kuipers, Ronge, Terfloth (4), Ferreira Lopes (5), Teusch, Souza (4); Trainer: Johan Petersson.

Oldenburg: Reese, Fasold; Reinemann (10/1), Birke, Munderloh (1), Hoitzing (2), H. Weyers, Martens (1), Steffen (5), Schirmer (4), Feiniler (1), S. Weyers, Knippert (3), Golla (4); Trainer: Niels Boetel.

SR: Cesnik/Konrad (Gummersbach) – Z: 320. – Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Boeters, Teusch, Souza – Golla dreimal, Disqualifikation/44., Reinemann, Hoitzing). – Siebenmeter: 3/2:3/1 (Ferreira Lopes scheitert an Fasold/6. – Knippert scheitert an Nasser/7., Reinemann an die Latte/56.). – Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (1.), 3:3 (4.), 3:5 (10.), 7:10 (19.), 9:12 (21.), 12:12 (24.), 12:14 (26.), 14:17 (30.) – 15:17 (31.), 17:20 (35.), 17:23 (40.), 20:25 (46.), 23:27 (50.), 26:29 (53.), 28:29 (55.), 28:30 (59.), 29:30 (59.), 29:31 (60./EN).

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