v.l. Stephan Wolters MdL, Michael Wolters und Ludger Braam (Foto: privat)
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Kreis Kleve. Einen Antrittsbesuch der besonderen Art absolvierte jetzt Stephan Wolters, Landtagsabgeordneter des Kreises Kleve in der Sparkasse Rhein-Maas. Er traf nicht nur auf seinen Namensvetter Michael Wolters, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Maas, sondern zugleich auf seinen ehemaligen „Chef für einen Tag“. Mit der Wahl in den NRW-Landtag schied Stephan Wolters am Tag nach der rechtlichen Fusion von Sparkasse Rhein-Maas und Verbandssparkasse Goch aus dem aktiven Dienst der dann ehemaligen Verbandssparkasse Goch aus.

Im Gespräch wurde ein großer Bogen von eben dieser Fusion und etwaigen regionalen Auswirkungen, über mögliche Änderungen des Sparkassengesetzes und weiterer rechtlicher Rahmenbedingungen geschlagen. Auch die Frage der Personalgewinnung – der Landtagsabgeordnete sah hier in vielen Branchen einen sich verschärfenden Engpass – und die bereits seit Jahren von der Sparkasse praktizierte erfolgreiche Verknüpfung von Ausbildung und dualem Studium wurde angesprochen. Im Mittelpunkt des Meinungsaustausches standen aber die vielfältigen durch Ukrainekrieg, Energieverknappung und -preissteigerungen, Lieferkettenstörungen, Inflation und Klimawandel und Dürre hervorgerufenen Probleme. Aus dem Gespräch nahm der Abgeordnete eine Einschätzung aus Sparkassensicht zur Lage der Privat- und Firmenkunden in der Region, der Baukonjunktur und Landwirtschaft und den Appell mit, dass es zielgenauer Unterstützung für die betroffenen Bevölkerungsgruppen brauche. Ohne Unterstützungsleistungen würden zum Beispiel Konsum oder Investitionen und damit auch Bautätigkeiten darunter leiden. Das wird dann auch Gastronomie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Industrie neben den eigenen Herausforderungen auf dem Energiemarkt zusätzlich treffen. Insoweit werden hier Bund und Land ebenfalls einen Maßnahmenkatalog auflegen müssen, auch die Kommunen und Stadtwerke als regionale Energieversorger gilt es zu unterstützen. Es bestand Einigkeit, dass ein neuer gemeinsamer Kraftakt erforderlich sein wird, um den von Corona ohnehin schon belasteten Menschen und Unternehmen eine Perspektive zu bieten.

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