Petra Kiehn und Michael Gawlik (Fotos: CDU)
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Moers. Die Idee, die Laternen in Moers noch länger abzuschalten, um Energie einzusparen, kritisiert die neugewählte CDU-Fraktionsspitze hart. Der künftige Fraktionsvorsitzende Michael Gawlik befürchtet insbesondere, dass die mögliche Einsparmaßnahme Angst in der Bevölkerung auslöse.

„Klar ist, es ist höchste Zeit, dass wir Energie einsparen müssen. Aber die Ausweitung der Nachtabschaltung könnte neue Angsträume in der Grafschaft schaffen“, so Gawlik.

In vielen Kommunen ist die Nachtabschaltung bereits üblich. NRW-Innenminister Herbert Reul hatte sich hierzu bereits in der Öffentlichkeit kritisch geäußert. Auch die künftige Moerser CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Kiehn hält eine Ausweitung der Nachtabschaltung für bedenklich. Die Energiesparmaßnahmen dürften nicht zum Verlust von Sicherheit und dem Sicherheitsgefühl führen: „Ich sehe es genauso wie der Innenminister. Wo es dunkel ist, fühlt man sich einfach nicht mehr sicher. Die Zeiten für die Nachtabschaltung dürfen nicht ausgeweitet werden. Wir müssen in der Tat auch die Menschen in Moers berücksichtigen, die bis spät in die Nacht arbeiten und dann im Dunkeln nach Hause müssen.“

Laut Gawlik sei es höchstwahrscheinlich sogar sinnvoller, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um Energie auf Moerser Ebene einzusparen: „Als Stadt Moers müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen und genauso einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. Aber eben nicht auf Kosten der Sicherheit! Die Eishalle ist als großer Energieverbraucher identifiziert worden, das wissen auch die Vereine und die Eissportlerinnen und -sportler. Insofern begrüßen wir als CDU-Fraktion die Bereitschaft, sich mit einer verkürzten Eislaufsaison, von Dezember bis Februar, einbringen zu wollen. Ein vollständiges Aussetzen der Eislaufsaison lehnen wir aber ab. Die Eishalle hat eben auch eine wichtige soziale Aufgabe und vor allem in den kalten und dunklen Monaten, in denen sonstige Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt sind.“

Morgen wird in der Sitzung des Enni Verwaltungsrates über mögliche Sparmaßnahmen im Moerser Stadtgebiet beraten.

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