Nasrathullah (2. v.r.) und Saskia Kosi von Friedensdorf International (2. v.l.) mit den behandelnden Ärzten (v.l.) Chefarzt Dr. Klaus Findt, Oberärztin Henriette Kerkhoff und Leitender Arzt David Lange (Foto: Helios)
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Oberhausen. Nasrathullah aus Afghanistan kann dank dem Einsatz des Friedensdorfes und der Behandlung in der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen wieder laufen und bald zurück in seine Heimat.

Der 11-Jährige Nasrathullah aus Afghanistan hat in seinem jungen Leben schon viel miterleben müssen. Nach einem Unfall litt er an einem komplizierten Bruch des Oberschenkels. Trotz einiger Operationen in Afghanistan fehlte es in dem von Gewalt zerrütteten Land an Materialien und gut ausgebildeten Medizinern für eine Heilung. Die gebrochenen Knochen wuchsen falsch zusammen, chronische Entzündungen entwickelten sich und das Bein versteifte und verkürzte sich um rund vier Zentimeter. Laufen oder gar Fußball spielen wurden zur Tortur. Eine kindgerechte Jugend schier unmöglich.

Dank der Hilfe des Oberhauser Friedensdorfes International erhielt Nasrathullah in Deutschland eine Behandlung in der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen. „Der Junge musste auch bei uns über fast sechs Monate mehre Operationen mitmachen. Doch das hat sich Schritt für Schritt gelohnt“, berichtet Henriette Kerkhoff, die behandelnde Oberärztin der Orthopädie und Unfallchirurgie. „Wir konnten die Infektion entfernen und die Fehlstellung korrigieren. Nasrathullahs Knochen sind nun richtig zusammengewachsen und er kann schon wieder richtig laufen.“

„In seiner Heimat hatte Nasrathullah kaum eine Chance auf Heilung“, weiß Saskia Kosi von Friedensdorf International. „Deshalb ist es so wichtig, dass Krankenhäuser in Deutschland Behandlungen ermöglichen.“ Die Kooperation zwischen dem Friedensdorf International und der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen besteht schon seit über zwölf Jahren. Jährlich behandelt das Klinik-Team ein bis zwei kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten unentgeltlich. Die Kosten für die gesamte Behandlung trägt das Krankenhaus. Für den Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Klaus Findt – Nasrathullahs Operateur – ist das eine Herzensangelegenheit: „Pflegekräfte verschiedener Stationen, Ärzte der Anästhesie und Unfallchirurgie, das OP-Team und Physiotherapeuten – die Behandlung ist echtes Teamwork gewesen. Gemeinsam möchten wir unser medizinisches Können für etwas Gutes einsetzen – auch wenn wir wissen, dass unsere Arbeit nur ein kleiner Beitrag in einem viel zu großen Problem ist.“

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