Prof. Harald Karutz und Iris Stratmann vom Mini-Projekt (Foto: privat)
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Mülheim an der Ruhr. Mülheimer Projekt im Wettbewerb um den Publikumspreis „Helfende Hand“ des Bundesinnenministeriums

Das MINI-Projekt zur mittelfristigen Notfallnachsorge für Kinder und ihre Familien unter der Trägerschaft des Kirchenkreises An der Ruhr ist für den Förderpreis „Helfende Hand 2022“ nominiert, der einmal im Jahr vom Bundesinnenministerium vergeben wird. Eine Jury im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird über die Platzierung in der Kategorie „innovative Konzepte“ entscheiden.

Unabhängig vom Votum der Jury kann man für den Publikumspreis abstimmen – jede:r kann sich beteiligen und das Mülheimer Projekt per Online-Voting unterstützen: https://www.helfende-hand-foerderpreis.de/die-projekte/2022/mini-mittelfristige-notfallnachsorge-fuer-kinder-und-ihre-familien.

Das MINI-Projekt vermittelt Familien Unterstützung für die Zeit, wenn der erste Schock nach einem Unglück abgeklungen ist, aber langfristige Hilfen wie zum Beispiel eine Traumatherapie noch nicht angelaufen sind. Daher bieten nun die Notfallseelsorger:innen in Mülheim, Essen und Oberhausen von Unglücken betroffenen Familien an, dass die Mitarbeitenden des Mini-Projektes sie nach einiger Zeit noch einmal kontaktieren und bei Bedarf Hilfen für die kommenden Wochen vermitteln.

„Kinder zeigen Belastungsreaktionen oft erst nach Tagen oder Wochen, wenn die Notfallseelsorger längst nicht mehr da sind. Und dann nehmen wir vom Mini-Projekt, falls von den Familien gewünscht, den Kontakt auf“, erklärt Prof. Harald Karutz. „Wir möchten Wege ebnen und Hürden senken, damit die Betroffenen langfristig wieder aus eigener Kraft ihren Weg gehen können “, erklärt Iris Stratmann das Prinzip. Die Begleitung der Familien durch das Mini-Projekt ist auf rund sechs Monate ausgelegt, dieser Zeitraum wird genutzt, um nötigenfalls längerfristige Hilfen in die Wege zu leiten.

Finanziert wird das Mini-Projekt komplett durch die Stiftung Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland und die Familienstiftung der Versicherer im Raum der Kirchen.

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