Das Team „Stadtplanung“ der Stadt Geldern (v.l.n.r.): hintere Reihe: Bettina von der Linde (Bereichsleiterin), Tim van Hees-Clanzett (Erster Beigeordneter), Jan Niedling; vordere Reihe: Isabel Hetzel, Gözde Orta, Annika Dyx, Kerstin Deckers und Frank Minor (Foto: Stadt Geldern/Prümen)
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Geldern. „Wir planen für künftige Generationen“

Das „Team Stadtplanung“ der Stadt Geldern hat nicht nur Verstärkung durch drei neue Mitarbeiterinnen erhalten, sondern mit der Geldernerin Bettina von der Linde (54) auch eine neue Leiterin für den Bereich „Stadtentwicklung und Stadtplanung“. Die Stadt Geldern stellt das neue Team „Stadtplanung“, dessen Aufgaben und anstehende Projekte vor.

Zur Person
Der berufliche Wechsel zur Stadt Geldern stellt im Lebenslauf von Bettina von der Linde eine Änderung dar. „Denn meine bisherigen beruflichen Stationen bezeichne ich gerne als die – 3 K´s -: Köln, Kleve, Kempen“, sagt die 54-jährige Geldernerin mit einem Augenzwinkern. Doch diese neue Ausrichtung nahm die studierte Stadtplanerin gerne in Kauf, um zu der Stadtverwaltung ihrer Heimatstadt wechseln zu können, in der sie seit über 20 Jahren mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt.

Seit dem 1. April leitet Bettina von der Linde bei der Stadt Geldern den Bereich „Stadtentwicklung und Stadtplanung”. In ihren Verantwortungsbereich fallen neben den Teams „Stadtplanung” und „Bauordnung” auch die Leitung der „Unteren Denkmalbehörde” mit den Aufgaben Denkmalschutz und-pflege sowie das Themenfeld „Wohnraumförderung”.

Vor ihrem Wechsel nach Geldern arbeitete Bettina von der Linde viele Jahre für die Kempener Verwaltung. Dort war sie im Stadtplanungsamt tätig und als Denkmalreferentin verantwortlich für die bauliche und gestalterische Entwicklung der historischen Altstadt. Die vorigen zwei Jahre – wie jetzt in Geldern – war von der Linde als Amtsleiterin des Planungs-, Bauordnungs- und Denkmalamtes tätig. Begonnen hat die gebürtige Bonnerin ihre Laufbahn nach dem Abitur mit einer Ausbildung als Bauzeichnerin, der sie in Köln ein Architekturstudium mit dem Schwerpunkt „Stadtplanung“ folgen ließ. Nach einigen Jahren in einem renommierten Kölner Stadtplanungsbüro folgte nach dem Umzug nach Geldern im Jahr 2000 auch der berufliche Wechsel als Stadtplanerin ins Stadtplanungsamt der Stadt Kleve.

Motivation
Fragt man Bettina von der Linde nach den Beweggründen für ihren Wechsel in die Herzogstadt, nennt sie direkt „die Lust, die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung in der eigenen Stadt mit vorantreiben zu wollen“, sagt die Geldernerin. „Stadtentwicklung heißt, Zukunft nachhaltig gestalten. Und das nicht für einige Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte. Wir planen für künftige Generationen.“ Sie spüre nicht nur für sich, sondern im gesamten Team eine große Motivation und jede Menge Herzblut bei der Aufgabe, die Gelderner Stadtentwicklung in den nächsten Jahren entscheidend mitgestalten zu wollen.

Dabei in „größeren städtebaulichen Zusammenhängen zu denken“ hält die 54-Jährige nicht nur für sinnvoll, sondern durchaus auch für erforderlich. „Visionen zu haben, gehört in der Stadtentwicklung und -planung definitiv dazu“, sagt von der Linde. „Als Stadtplanerin verstehe ich mich auch als Stadtgestalterin. Die Qualität der Architektur und des Städtebaus sind mir besonders wichtig, da sie künftig das Stadtbild bestimmen.“

Das neue Team „Stadtplanung“
Neben ihr hat das Gelderner Team „Stadtplanung“ zuletzt weitere Verstärkung erhalten. „Wir freuen uns, dass alle Stellen qualifiziert besetzt sind“, sagt Tim van Hees-Clanzett, Erster Beigeordneter der Stadt Geldern. Neu bei der Stadt Geldern sind auch die beiden Stadtplanerinnen Annika Dyx und Kerstin Deckers (beide gebürtig aus Geldern) sowie die Geographin Isabel Hetzel. Komplettiert wird das Team durch die Stadtplanerinnen Gözde Orta, dem Stadtplaner Jan Niedling sowie dem Vermessungstechniker Frank Minor. Bei der Stadt Geldern freut man sich, „dass wir mit Bettina von der Linde nicht nur eine absolute Fachexpertin für uns gewinnen konnten, die auch noch ortskundig ist“, sagt Tim van Hees-Clanzett. „Sondern auch darüber, dass wir das Team zusätzlich durch junge Mitarbeiterinnen verstärken konnten, die teilweise ebenfalls aus Geldern kommen, sodass wir mit Blick auf die nächsten Jahre jetzt ein super Team zusammen haben.“

Die Aufgaben
Die Tätigkeitsbereiche des Teams „Stadtplanung“ sind vielseitig und komplex. Neben der Mitwirkung bei der Landesentwicklungs- und Regionalplanung, erarbeitet es Konzepte wie zurzeit das „Nachhaltige Stadtentwicklungskonzept 2040“, beteiligt hierbei Bürger, Politik und Verwaltung in verschiedenen Beteiligungsformaten und betreibt Ausschussarbeit für mehrere Ausschüsse. Es erarbeitet informelle Planungen und Konzepte (z.B. Dorfentwicklungskonzepte) und entwickelt diese fort. Ebenso ist es u.a. verantwortlich für die vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung – das heißt, die Erstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen zur Steuerung der baulichen Entwicklung im Stadtgebiet. Eine gewichtige Rolle für die Stadtbildgestaltung spielt auch die Beratung von Bürgern, Architekten und Investoren bei geplanten Bauvorhaben – dies stets in enger Zusammenarbeit mit dem „Team Bauordnung“. Durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Bereichen der Verwaltung (Liegenschaften, Tiefbau, Mobilität und Klimaschutz oder Gelderner Baugesellschaft) bezeichnet von der Linde ihren Bereich gerne auch als „Querschnittsbereich mit umfangreichem Tagesgeschäft“.

Anstehende Projekte
Ähnlich wie die Aufgaben ist auch die konkrete Projektliste lang. „Viel Zeit und Personal in Anspruch nehmen wird auch 2023 noch die Entwicklung und Steuerung des „Nachhaltigen Stadtentwicklungskonzeptes 2040`“, berichtet von der Linde. Weitere Projekte mit denen sich ihr Team u. a. zurzeit beschäftigt, sind die Umsetzung der großen Wohnbauprojekte „Nierspark“ und „Lüßfeld“ in Veert. Für die Ortsbildgestaltung sollen Gestaltungs- und Werbeanlagensatzung überarbeitet werden und ein Möblierungskonzept für die Innenstadt erstellt werden.

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