(Foto: Städtisches Krankenhaus Heinsberg GmbH)
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Heinsberg. Die 40. Kalenderwoche des Jahres ist traditionell „Weltstillwoche“ – eine Aktionswoche zur Förderung des Stillens. Seit vielen Jahren beteiligt sich auch die Geburtsklinik des Krankenhauses Heinsberg an der Kampagne und wirbt für das „Wunder zwischen Mutter und Kind“. Still- und Laktationsberaterin Sr. Bogna Marcinowski bekräftigt:  „Muttermilch ist nach wie vor die optimale Nahrung für das Wachstum und die gesunde Entwicklung eines Kindes. Und auch für die Mama hat das Stillen viele Vorteile. Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses, auch als eines der Glückshormone bekannte Hormon, sorgt unter anderem dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. So wird die Plazenta schneller abgestoßen und das Risiko von Nachblutungen sinkt. Darüber hinaus fördert es später die Rückbildung des Uterus. Wenn Sie stillen, erholt sich Ihr Körper also schneller von der Geburt“, erklärt die Expertin. Dass das Stillen die junge Mutter auch körperlich ein wenig fordert, ist unbestritten. An nur einem Tag werden bis zu 500 Kalorien zusätzlich verbrannt. Da braucht es schon ein bisschen Extra-Power. Darum kam den Still-Experten um die beiden Still- und Laktationsberaterinnen Sr. Bogna und Sr. Marita Erkens-Kappertz in diesem Jahr die Idee, alle Wöchnerinnen anlässlich der Weltstillwoche mit einer „Still-Tüte“ zu überraschen. Darin enthalten sind z.B. schmackhafte Energy-Balls für stillende Mütter, Stilltee, stillunterstützendes Material wie Einlagen etc. und ein so genanntes Still-Armband. „Eine nette Gedächtnisstütze“, beschreibt es Sr. Bogna. „Der regelmäßige Wechsel beim Stillen zwischen beiden Brüsten ist extrem wichtig, um eine gleichmäßige Milchbildung zu unterstützen. Um sich leicht merken zu können, welche Brust beim nächsten Stillen ‚dran‘ ist, streift man sich das Armband einfach um das Handgelenk der gleichen Seite.“

Förderung der Mutter-Kind-Beziehung von Anfang an

Geburtskliniken wie die im Krankenhaus Heinsberg, die mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ versehen sind, wichtige Partner für die Mutter und junge Familie wenn es darum geht, das Stillen zu fördern. Studien belegen, dass Babys, die in „babyfreundlichen“ Geburtskliniken zur Welt kommen, häufiger und länger gestillt werden. „Dass es für Mutter und Kind enorme Vorteile bietet wie z. B. die Stärkung des Immunsystems, ist unbestritten. Besonders wichtig ist allerdings auch der enge Hautkontakt. Gerade Müttern, die nicht stillen können oder möchten, empfehlen wir, sich und ihrem Kind diesen Hautkontakt so oft wie möglich zu gönnen. Auch Väter können durch das so genannte ‚Bonding‘ die Eltern-Kind-Beziehung stärken“, berichtet der gynäkologische Chefarzt Dr. Uwe Käschel und weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass auch Mütter, die nicht stillen können oder möchten, auf der Geburtsstation gut aufgehoben und bestens umsorgt sind.

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