( © Formtool)
Anzeigen


Hochmoderne Gesamtschule soll in Röttgersbach entstehen

Duisburg. Die Stadt Duisburg geht beim Neubau und der Erweiterung von Schulgebäuden in die Offensive. Geplant ist der Bau einer neuen, hochmodernen sechszügigen Gesamtschule an der Oberen Holtener Straße in Röttgersbach. Fasst der Rat der Stadt Duisburg in seiner Sitzung am 28. November 2022 den entsprechenden Baubeschluss, startet dort für über 1.300 Schülerinnen und Schüler der Unterricht im Schuljahr 2026/27.

„Wir werde alles dafür tun, dass die Schülerinnen und Schüler in Duisburg künftig unter modernen Bedingungen unterrichtet werden. Der Neubau in Röttgersbach wird ganz erheblich die Chancen auf eine bessere Ausbildung und eine erfolgreiche berufliche Zukunft erhöhen. Dies für alle Schülerinnen und Schüler in Duisburg zu erreichen, ist unser großes Ziel“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Mit der Planung und Ausführung der Bauarbeiten ist die Schulbaugesellschaft Duisburg (SD) beauftragt. Martin Murrack, Stadtdirektor und Aufsichtsratsvorsitzender der SD sagt: „Erstmals wird eine Schule nach dem Prinzip: ‘Alles aus einer Hand‘ gebaut und ausgestattet. Bau und Innenausstattung wird durch die Schulbaugesellschaft geleistet, so dass nicht mehrere Stellen für die Beschaffung zuständig sind. Darüber hinaus bin ich sehr stolz darauf, dass hier auch die so wichtige Frage der regenerativen Bauweise auf vorbildliche Art gelöst wurde“.

Dafür sehen die aktuellen Planungen folgendes vor:

  • Die Dächer der Gebäude sind durchgängig mit Photovoltaik belegt sowie extensiv begrünt, was dem Mikroklima dient und regenrückhaltende Wirkung entfaltet
  • Retentionsflächen zur Versickerung von Regenwasser sind ebenfalls in den Frei- und Außenanlagen vorgesehen
  • Der begrünte Innenhof geht über einen überdachten, im Sommer schattenspendende Schulhofbereich fließend in die mit viel Grün und mit vielen im Bestand erhaltenen sowie neu gepflanzten Bäumen gestalteten Schulhofbereich über, der vielfältige Spiel-, Sport und Erholungsbereiche bietet sowie auch Unterricht im Freien als „grünes Klassenzimmer“ ermöglicht
  • Die Wärmeerzeugung erfolgt durchgängig regenerativ mit Geothermie über eine Vielzahl von abzuteufenden Tiefenbohrungen (90-150m) sowie für die Spitzenlasten unterstützend mit Wärmepumpen
  • Die Gebäude werden nach dem Energieeffizienzstandard EG40 (vormals KFW 40) erstellt, so dass nicht nur die Erzeugung von Wärme regenerativ erfolgt, sondern die Verbräuche und damit die Nebenkosten maßgeblich gesenkt werden
  • Alle Räume können klassisch über Fenster belüftet werden, werden aber zusätzlich vollumfänglich über eine CO2-Sensor-gesteuerte, mechanische Lüftungsanlage automatisch immer mit der erforderlichen Frischluftmenge versorgt
  • Bei der Auswahl der Bauprodukte stehen Nachhaltigkeit und baubiologische Unbedenklichkeit im Vordergrund

Thomas Krützberg, Sprecher der Geschäftsführung der SD, ergänzt: „Der Entwurf ist die erste und konsequente Umsetzung der Vorgaben aus dem Musterraumprogramm der Stadt Duisburg für allgemeinbildende Schulen, die sich an den deutschlandweit vielbeachteten Empfehlungen der Montag Stiftung orientiert.“

„Die gewählte Gestaltung macht die Umsetzung neuer moderner pädagogischer Konzepte möglich“, betont Schuldezernentin Astrid Neese.

„Ich freue mich, dass es uns in Zeiten der Multikrise mit all ihren Herausforderungen gelungen ist, ein so großes und spannendes Projekt in kurzer Zeit zur Umsetzungsreife zu bringen. Für die noch junge Schulbaugesellschaft ist dies ein wichtiger Meilenstein“, so die kaufmännnische Geschäftsführerin der SD, Sandra Altmann.

Weitere Eckpunkte:

  • Die multifunktional nutzbare Mensa/Aula mit Bühne, Bestuhlung und gegenüberliegender Sitztreppe erstreckt sich über zwei Vollgeschosse und ermöglicht im schulischen wie auch im nachschulischen Bereich durch die Veranstaltungstechnik die Umsetzung verschiedenster Veranstaltungsformate für Schule und Quartier.
  • Die Schule ist fahrradfreundlich mit verschiedenen Abstellmöglichkeiten, teils überdacht, teils abschließbar, teils mit Lademöglichkeiten und auch mit Abstellmöglichkeiten für Lastenräder oder E-Roller, mit kurzen Wegen, guter Einsehbarkeit und damit angstfreier Zugänglichkeit gestaltet.
  • Selbst-Reparatursäulen, auch für Bewohner des Quartiers frei zugänglich, sowie der Betrieb einer Schüler-Fahrradwerkstatt fördern die Fahrradmobilität.
  • Die Pkw-Stellplätze sind, teils bereits mit Ladesäulen, teils mit vorgerüsteter Leerverrohrung, auf die zunehmenden Bedürfnisse nach Lademöglichkeiten für Elektroautos ausgerichtet.

„Ich bin Robin Eckardt, dem technischen Geschäftsführer der SD und seinem hochmotivierten Team, sehr dankbar für den bislang erreichten Stand und freue mich auf die Realisierung der ersten Schule unserer neuen Schulbaugesellschaft!“, sagt Martin Murrack.

Im Detail:

  • Gebaut wird eine 6-zügige Gesamtschule an der Oberen Holtener Straße, dazu eine 3-fach Sporthalle mit 350 Zuschauerplätzen mit einer angeschlossenen Einfach-Feldsporthalle.
  • Die Planung sieht hierfür eine Gesamtnutzfläche von 24.337 qm Bruttogeschossfläche vor, wovon 20.336 qm auf die Schule und 4.001 qm auf die Sporthallen entfallen.
  • Kosten für das Schulgebäude: 101.790.000 Euro
  • Kosten für die Sporthallen: 23.373.000 Euro
  • Gesamtkosten rund 125 Mio. Euro

Die Kosten schließen den bereits erfolgten Rückbau auf dem Gelände und alle erforderlichen Ausstattungen sowie sämtliche Planungskosten mit ein.

Beitrag drucken
Anzeigen