Chefarzt Prof. Dr. Marco Das (r.) und Oberarzt Jonas Adrian während einer Embolisation am Angiografiegerät (Foto: Helios)
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Duisburg. Eine gutartig vergrößerte Vorsteherdrüse ist die häufigste urologische Erkrankung bei Männern, oftmals einhergehend mit einer stark eingeschränkten Lebensqualität. Duisburger Radiologen in Alt-Hamborn bieten Patienten jetzt die moderne und schonendere Alternative zur Operation an: die sogenannte Prostata-Arterien-Embolisation.

Mehr als die Hälfte der Männer über 60 leidet unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatahyperplasie), mit den entsprechenden Folgen für die Lebensqualität: Ständiger Harndrang, vor allem nachts, sowie ein geschwächter Harnstrahl. Die normalerweise etwa kastaniengroße Drüse kann im schlimmsten Fall so stark anschwellen, dass die Blase vollkommen blockiert wird und der Urin sich zurückstaut. Dann drohen ernste Komplikationen, vor allem die Nieren können stark geschädigt werden. Das bisherige Standardverfahren bei dieser Erkrankung ist eine Teilresektion der Prostata, ein chirurgischer Eingriff, der zwar als Routineverfahren mit gutem Ergebnis gilt, aber dennoch die üblichen Risiken einer Operation beinhaltet sowie unangenehme Nebenwirkungen haben kann, dazu zählen unter anderem erektile Dysfunktionen, eine Einengung der Harnröhre oder Inkontinenz. Wesentlich sanfter und risikoärmer ist da das neuere Verfahren der sogenannten Prostata-Arterien-Embolisation (kurz PAE), ein schonender Kathetereingriff über die Leiste, der die Blutversorgung der Drüse unterbindet, was zu einer Verkleinerung der Prostata führt.

Diese Therapieform gibt es erst seit kurzem, entsprechend wenige Experten und Expertinnen sind darin geschult. In Duisburg können Betroffene sich jetzt an der Helios St. Johannes Klinik diesem Verfahren unterziehen, die dortige radiologische Abteilung unter Chefarzt Prof. Dr. Marco Das verfügt bereits über die notwendige Ausbildung und Erfahrung sowie vor allem auch über die entscheidende Technik. Denn im modernen Neubau an der Dieselstraße wird die PAE mit einem Angiografiegerät der neuesten Generation durchgeführt. Dabei läuft der Kathetereingriff unter ständiger Bildgebung extrem präzise und besonders schonend ab. Wie das genau funktioniert, erklärt Prof. Das: „Wir führen über eine der beiden Leistenarterien einen Katheter bis in die innere Beckenarterie. Dann erstellen wir unter Zuhilfenahme von Röntgenstrahlen und Kontrastmittel ein hochauflösendes 3D-Modell der Blutversorgung der Prostata, um die zuführenden Gefäße zu identifizieren. Diese Arterien sondieren wir und geben kleinste Kügelchen, sogenannte Mikropartikel, hinein.“ Dadurch wird die Blutversorgung dauerhaft gezielt unterbunden und die Prostata schrumpft. Schon wenige Wochen nach dem Eingriff sollten sich die Symptome dann merklich bessern.

Geeignet für die Behandlung sind Betroffene mit nachweisbar klinischen Symptomen und/oder einem Prostatavolumen größer als 30 Milliliter, bei denen eine medikamentöse Therapie keine Verbesserung der Beschwerden binnen sechs Monaten gebracht hat.

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