Pfarrer Andreas Floringer entzündet eine Kerze in der Krankenhaus-Kapelle des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen (Foto: Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen)
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Recklinghausen. Rückkehr nach Recklinghausen

Einige Recklinghäuser dürften ihn noch kennen: Zum 1. Dezember tritt Pfarrer Andreas Floringer seine neue Stelle als katholischer Krankenhaus-Seelsorger im Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen an. Nach 26 Jahren als Priester stellt er sich noch einmal einer neuen Herausforderung in einem für ihn neuen, aber spannenden Bereich.

Nach dem Tod von Pfarrer Ludger Bomers im Frühjahr des Jahres, der viele Jahre der katholischen Seelsorge im Elisabeth Krankenhaus ein Gesicht gegeben hat und in lieber Erinnerung bleibt, haben engagierte Ehrenamtliche die katholischen Andachten in der Krankenhaus-Kapelle weitergeführt.

Nun wird es wieder einen hauptamtlichen katholischen Seelsorger geben. An der Seite seines evangelischen Kollegen, Matthias Irmer, wird Andreas Floringer nach sieben Jahren in der Pfarrgemeinde St. Ludger in Selm wieder in Recklinghausen tätig sein. Einige Recklinghäuser werden ihn noch kennen. Denn Andreas Floringer war zehn Jahre lang in RE-Hochlarmark in St. Michael und St. Pius als Pfarrer tätig. „Der Abschied ist schade, aber ich freue mich auch auf die neue Aufgabe“, so Floringer. Sein erster Eindruck nach dem Kennenlernen im Eli-Süd: „Die Wege sind kurz, das Miteinander ist familiär.“ Wobei ihm das Elisabeth Krankenhaus nicht fremd ist. Als Gemeindepfarrer war Andreas Floringer auch in der Kapelle im Elisabeth Krankenhaus für Aushilfsgottesdienste zu Gast und kam im Rahmen der Notrufbereitschaft ins Haus zu Patienten. „Einige Wege kenne ich noch“, gesteht er. Dennoch werde er ein bisschen Zeit brauchen, sich in die neue Aufgabe einzugewöhnen. „So ein Krankenhaus ist schließlich eine Welt für sich.“ Deshalb wird er auch noch eine Weiterbildung zum Krankenhaus-Seelsorger absolvieren. Patienten und ihre Angehörigen am Krankenbett und wohlmöglich am Lebensende zu begleiten, ist eine neue Herausforderung.

Als Kind des Ruhrgebiets hat Andreas Floringer sogar früher unter Tage gearbeitet, bevor er sich für den beruflichen Weg in die Kirche entschied. Als gelernter Schlosser war er auf Schlägel und Eisen im Einsatz. Mit dem nachgeholten Abitur in der Tasche, wollte er eigentlich Maschinenbau studieren. Doch dann kam alles anders. Die Gemeindearbeit lag ihm schon seit seiner Zeit als Messdiener am Herzen und ohnehin wollte er viel lieber mehr mit Menschen arbeiten. Priester konnte er sich eigentlich nicht vorstellen. Pastoralreferent oder Sozialarbeiter in der Gemeinde kamen da schon eher infrage. Doch dann kam alles anders: Im zweiten Bildungsgang machte er seinen Abschluss in Religionspädagogik und Theologie. Und nun ist er seit 26 Jahren katholischer Pfarrer.

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