v.l.: Vier Frauen für ein wichtiges Thema - Brigitte Albrecht, Gleichstellungsbeauftragte Sigrid Hecker, Meike Offer von der Frauenberatungsstelle Neuss und Bürgermeisterin Ursula Baum (Foto: privat)
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Kaarst. Auf Einladung der Kaarster Gleichstellungsbeauftragten Sigrid Hecker veranstaltete Meike Offer von der Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. im Rhein-Kreis Neuss einen integrativen Workshop unter dem Motto „Leben-Liebe-Glück“. Dieser fand im Rahmen der Orange Days, der „Internationalen Tage gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ statt.

Warum ihr eine solche Veranstaltung ein Anliegen sei, erklärte Sigrid Hecker: „Ich habe einmal als Begleiterin einer integrativen Reise selber erleben können, wie ein junges Mädchen mit Beeinträchtigung per WhatsApp regelrecht gestalkt wurde und nicht damit umzugehen wusste. Dies hat in mir das Bedürfnis geweckt, einmal eine Aktion zur Selbstbehauptung für diese Klientinnen zu organisieren. Und mit Brigitte Albrecht zum einen und Meike Offer von der Frauenberatungsstelle zum anderen, hatte ich dann kompetente Unterstützerinnen für das Vorhaben.“

„Auch für Frauen mit Beeinträchtigung ist es wichtig sich mit den Themen Gewalt, Beziehungen und Selbstwert auseinander zu setzen. Ein in einfacher Sprache konzipierter Workshop vermittelt diese Inhalte, die fest in dem Präventionsprogramm der Frauenberatungsstelle verankert sind. Es geht darum Nein sagen zu dürfen, die eigenen Grenzen zu erkennen und persönliche Ressourcen herauszustellen. Im Rahmen der Gewaltthematik ist es ein besonders Anliegen herauszustellen, was bereits als Gewalt bezeichnet wird und es nicht nur körperliche Gewalt gibt“, so Meike Offer.

Sieben junge Frauen waren der Einladung gefolgt, für die Brigitte Albrecht vom Kunstcafé EinBlick fleißig die Werbetrommel gerührt hatte.

In der eineinhalbstündigen Veranstaltung unterhielten sich die Teilnehmerinnen in entspannter Atmosphäre darüber, welche Verhaltensweisen sie in einer Partnerschaft für richtig oder falsch erachten oder welche Situationen für unangenehm empfunden werden.

Insbesondere ging es aber darum, das eigene Selbstwertempfinden und Selbstbewusstsein zu stärken. So sollte zum Beispiel jede Teilnehmerin aus einer Auswahl von Postkarten mit Frauenmotiven ihre ganz persönliche Heldin auswählen. Man tauschte sich aus, was die abgebildete Person zur persönlichen inneren Heldin mache und wo man sich wiederfände.

Alle waren sich einig, dass man den Workshop – vielleicht schon im Rahmen des Internationalen Frauentags 2023 – fortführen wolle.

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