Lüftungsmaßnahmen werden vorbereitet (Foto: Feuerwehr)
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Goch. Aus unklarem Grund hat gestern Abend ein mit Papieren beladener Wäschewagen im Gocher Krankenhaus gebrannt. Er war im 2. Obergeschoss in einem Flurbereich unmittelbar neben dem Treppenhaus abgestellt. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Goch bekämpften den Brand schnell mit Hilfe eines Hochdrucklöschers. Es ist Sachschaden in unklarer Höhe entstanden, Menschen wurden nicht verletzt.

Um 21.18 Uhr wurde Alarm für die Löschzüge Stadtmitte ausgelöst, die automatische Brandmeldeanlage des Krankenhauses hatte angeschlagen. Dass es sich um ein reales Feuer handelte, stand kurze Zeit später fest, als die ersten Kräfte auf der Anfahrt waren. Mitarbeiter des Krankenhauses meldeten den brennenden Wäschewagen im 2. Obergeschoss an die Kreisleitstelle und starteten erste Löschversuche mit einem Pulverlöscher.

Die Besatzung des ersteintreffenden Fahrzeuges machte sich sofort mit einem Hochdrucklöscher auf den Weg zum Brandort und konnte die Flammen in kürzester Zeit bekämpfen und eine Brandausbreitung vermeiden. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden die betroffenen Gebäudeteile mit zwei Hochdrucklüftern belüftet. Aufgrund des schnellen Löscherfolges und der unmittelbaren Lüftungsmaßnahmen waren weitere Maßnahmen innerhalb des Gebäudes wie zum Beispiel Evakuierungen nicht notwendig. Insgesamt dauerten die Arbeiten vor Ort knapp 60 Minuten.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


Hintergrund: Hochdrucklöscher
Bei einem Hochdrucklöscher, auch HiPress genannt, handelt es sich um einen tragbaren Löscher mit 10 Liter Wasser-Schaum-Gemisch. Eine am Löscher angebrachte Druckluftflasche presst das Gemisch mit hohem Druck aus der Löschpistole und ermöglicht eine hohe Löschwirkung ohne den Einsatz großer Wassermengen. Zum Beispiel für Entstehungsbrände sind Hochdrucklöscher gut geeignet. Sie haben in den Löschfahrzeugen die altbekannten Kübelspritzen abgelöst. 

(ots)

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